Trennung statt Hochzeit

- Los Angeles - Erst vor fünf Monaten hatte der siebenfache Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong um die Hand von Popsängerin Sheryl Crow angehalten. "Ganz romantisch" habe er sie bei einem Fahrradausflug in den Bergen des US-Bundesstaates Idaho mit einem Ring überrascht, schwärmte die 43-jährige Sängerin. Am Freitagabend kam die nächste Überraschung: "Nach langen Überlegungen haben wir die sehr schwierige Entscheidung getroffen, uns zu trennen", teilte das Promi-Paar über Armstrongs Sprecher dem US-Magazins "People" mit.

Sie empfänden beide weiterhin füreinander tiefe Liebe und Respekt, hieß es. In dieser schwierigen Zeit möge man ihre Privatsphäre respektieren. Eine oft benutzte Formel, wenn sich Prominente trennen.

Die Talfahrt des Paares hatten Klatschblätter schon vor einigen Wochen prophezeit. Erste Krisengerüchte, die um Weihnachten laut wurden, hatten Armstrong und Crow aber noch heftig dementiert und betont, sie wollten im Frühjahr heiraten. Für Fotoaufnahmen der Zeitschrift "Allure" probierte Crow kürzlich noch Brautkleider an. Ein üppiges Vera-Wang-Modell verglich die angehende Braut spitz mit einer "besonders absurden Menge Meringe". Doch an den Hochzeitsplänen ließ Crow keine Zweifel aufkommen. Die Trauung werde in Austin (Texas) stattfinden, wo der 34 Jahre alte Texaner und die fast zehn Jahre ältere Musikerin aus dem US-Staat Missouri bis jetzt gemeinsam auf einer Ranch lebten.

Es wäre die erste Ehe für Crow gewesen, die zuvor mit den Schauspielern Peter Horton und Owen Wilson sowie ihrem Kollegen Eric Clapton eng befreundet war. Armstrong hatte sich 2003 nach fünf Jahren Ehe von seiner Frau Kristin scheiden lassen. Sohn Luke ist sechs Jahre alt, die Zwillinge Isabelle und Grace sind vier. Gleich nach der Scheidung lernte der Radprofi bei einer Benefiz-Show die neunfache Grammy-Gewinnerin kennen. Offenbar funkte es sofort. "Ich wusste sehr schnell, dass ich total auf ihn stand", vertraute Crow der Zeitschrift "People" an.

2004 reiste die Sängerin gleich die Tour-De-France-Strecke mit ab. Bei Armstrongs siebtem Sieg im vergangenen Sommer waren Crow und seine drei Kinder die ersten Gratulanten auf den Pariser Champs-Elysées. Auf eine mögliche Verlobung angesprochen, scherzte Crow, dass ihr Freund nicht der Typ sei, der auf dem Eiffelturm um ihre Hand anhalten würde. Das wäre einfach zu kitschig. Sie sollte Recht behalten. In den Bergen von Idaho setzte Armstrong im September zum romantischen Endspurt an.

Im gleichen Monat offenbarte Crow ihre Gefühle in "Wildflower", dem Titelsong ihrer neuen CD, den sie für Armstrong und dessen Kinder schrieb. Es ist das siebte Album der Rocksängerin, die 1994 mit dem Hit "All I wanna do" berühmt wurde.

Nach der Trennung von Crow dürfte Armstrong kaum Langeweile haben. Er wolle sich mehr um seine Kinder kümmern, kündigte er bereits im vergangenen Sommer nach seinem Abschied vom Profi-Radsport an. Zudem engagiert sich der Texaner in seiner Lance-Armstrong-Stiftung, die er 1997 ins Leben rief, nachdem er selbst an Hodenkrebs erkrankt war. "LIVESTRONG" (Lebe stark) steht auf den gelben Armbändern, die die Stiftung millionenfach verkauft.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Benefizkonzert mit fünf Ex-Präsidenten für Hurrikan-Opfer
Jimmy Carter (93), George Bush Sen.(93), Bill Clinton (71), George W. Bush (71) und Barack Obama (56) nahmen gemeinsam an einem Benefizkonzert in College Station teil. …
Benefizkonzert mit fünf Ex-Präsidenten für Hurrikan-Opfer
Mathe-App macht Berliner Studenten zu Multimillionären
Als sie ihre Mathe-App entwickelten, gingen die Berliner Brüder Maxim und Raphael Nitsche noch zur Schule. Nun sind sie Anfang 20 und steigen ins internationale …
Mathe-App macht Berliner Studenten zu Multimillionären
Dortmunder Arzt baut Klinik in seiner Heimat Ghana
Der Orthopäde Samuel Okae will Gutes tun, und er weiß auch wie. Seit fünf Jahren baut der vierfache Familienvater ein Krankenhaus in seiner Heimat Ghana. Rund 200 000 …
Dortmunder Arzt baut Klinik in seiner Heimat Ghana
"Titanic"-Brief für Rekordsumme versteigert
Ein letzter Brief an die Mutter, rostige Schlüssel und Fotografien: Erinnerungen an das untergegangene Luxus-Passagierschiff "Titanic" sind sehr gefragt. Das zeigt jetzt …
"Titanic"-Brief für Rekordsumme versteigert

Kommentare