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TV-Moderatorin Petra Schürmann ist im Alter von 74 Jahren gestorben.

TV-Moderatorin Petra Schürmann ist tot: Sie wollte ihre Tochter im Himmel wiedersehen

München - Die ehemalige, beliebte TV-Moderatorin Petra Schürmann ist tot. In der Nacht zum Donnerstag starb sie im Alter von 74 Jahren um 1.30 Uhr in ihrer Villa in Starnberg.

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Die Moderatorin und ehemalige Miss World soll unter schweren Depressionen gelitten haben. Vor sieben Jahren verlor sie ihre Tochter Alexandra Freund im Alter von 34 Jahren bei einem tragischen Autounfall. 2008 musste sie den nächsten Schicksalsschlag verkraften. Ihr Ehemann Gerhard Freund erlag einem Krebsleiden. Nach langer schwerer Krankheit ist die beliebte TV-Moderatorin in der Nacht zu Freitag Zuhause in Starnberg gestorben. Nach zunächst widersprüchlichen Angaben über den Sterbeort wurde am Donnerstag Mittag offiziell bestätigt, dass sie Daheim in Starnberg die Augen für immer geschlossen hat. 

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Schürmann hatte große Gala-Shows und zahlreiche andere Sendungen bei ARD und ZDF moderiert. Die am 15. September 1935 geborene Tochter eines Kabelwerkdirektors in Mönchengladbach wurde 1956 zur einzigen “Miss World“ gekürt, die Deutschland jemals hervorbrachte.

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Seit Mitte der 60er Jahre arbeitete sie beim Bayerischen Rundfunk, bei dem sie von der Ansagerin zur Moderatorin avancierte. Daneben wirkte sie aber auch als Schauspielerin in Filmen, Fernsehspielen und Theaterstücken mit. Darüber hinaus präsentierte sie sich mit Erfolg als Autorin und Malerin. Die beliebte Moderatorin hatte zuletzt zurückgezogen in ihrer Villa am Starnberger See gelebt. In den vergangenen Tagen hatten sich Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustand Schürmanns gehäuft.

Nach dem von einem lebensmüden Geisterfahrer verschuldeten Tod ihrer Tochter Alexandra im Jahr 2001 verstummte Petra Schürmann aufgrund einer psychoreaktiven Blockade und war auf schriftliche Kommunikation angewiesen. Über den Verlust ihres einzigen Kindes, das sie “Püppchen“ nannte, ist die Fernsehmoderatorin nie hinweggekommen. “Das Leben stand für mich still“, schrieb sie in ihrem 2002 erschienenen Buch “Und eine Nacht vergeht wie ein Jahr“, mit dem sie versuchte, sich “das Grauen und den Kummer von der Seele zu schreiben“.

"In meinem Herzen ist eine große Leere"

Sie sagte auch Jahre später: “In meinem Herzen ist eine große Leere, und ich werde das nie überwinden.“ Dem Geisterfahrer konnte sie nie verzeihen: “Mein Hass auf den Täter ist maßlos. Er hat mein Glück zerstört.“ Die 34-jährige Alexandra Freund hatte denselben Beruf wie ihre Mutter und war mit einer Kollegin im Einsatz für den Bayerischen Rundfunk unterwegs, als am 21. Juni 2001 ein 23-jähriger Autofahrer auf der A 8 wendete und frontal auf sie zuraste. Bis zu jenem Tag sah man Petra Schürmann meist lächeln. Sie schien auf der Glücksseite des Lebens zu stehen, mit Schönheit, Charme, Intelligenz und Wortgewandtheit, als Liebling der Münchner Gesellschaft umschwärmt.

Petra Schürmann schrieb einst über ihre Tochter: “Wir beide lebten mehr als 34 Jahre lang in einem fast schon symbiotischen Verhältnis. Wir verstanden einander blind, teilten alle unsere Freuden und Leiden und ergänzten uns in vielen Dingen.“ In einem Fernsehinterview sagte sie: “Sie war mehr als eine Tochter für mich.(...) Sie war Freundin.“ Mit ihr hat Petra Schürmann auch ihren Lebensinhalt verloren. Im Jahr 2002 sagte sie in einem Interview, sie aber nach dem Unfall auch an Suizid gedacht. “Aber da war immer die große Angst, sie nicht zu treffen.“ Sie sei sehr gläubig. “Selbstmord ist doch eine Todsünde. Dann wäre Alexandra im Himmel und ich nicht“, erklärte sie.

dpa/ap/mm

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