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US-Schauspieler Ben Affleck will nicht den gesamten Islam verurteilen.

Streitbarer Oscar-Preisträger

TV-Zoff: Ben Affleck verteidigt Muslime

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New York - Mit einer temperamentvollen Verteidigung friedliebender Muslime in einer US-Fernsehsendung hat Hollywoodstar Ben Affleck für Schlagzeilen gesorgt.

In der Talkshow "Real Time with Bill Maher" im Sender HBO reagierte er mit scharfen Worten auf Äußerungen des ebenfalls eingeladenen Philosophen und Neuro-Wissenschaftlers Sam Harris, der Umfragen zitierte, nach denen etwa 20 Prozent der Muslime in der Welt radikalisiert oder gar Gotteskrieger seien. "Der Islam ist derzeit die Hauptader des schlechten Gedankenguts", sagte Harris in der Sendung.

"Sie sagen also, dass es in Wahrheit keinen Hass auf den Islam gibt", konterte der 42-jährige Oscar-Preisträger ("Good Will Hunting", "Argo") in der Sendung am Wochenende umgehend. Was er dagegen einzuwenden habe, fragte daraufhin Moderator Maher. "Das ist hässlich, das ist rassistisch", erwiderte Affleck frustriert.

"Was ist mit mehr als einer Milliarde Menschen, die nicht fanatisiert sind, die Frauen nicht bestrafen, die nur zur Schule gehen, essen, fünf Mal am Tag beten und nichts von alldem tun, was Ihrer Meinung nach alle Muslime tun", sagte Affleck. "Wir haben mehr Muslime getötet als umgekehrt", ergänzte er. Die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat könne allein nicht einmal "einen halben Baseballplatz füllen".

Maher: "Islam ist wie die Mafia"

Der Politsatiriker und TV-Moderator Maher entgegnete, der Islam sei die einzige Religion, die wie die Mafia handle: "Wenn du das Falsche sagst, das falsche Bild malst oder das falsche Buch schreibst, bringen sie dich verdammt noch mal um!", sagte er in Anspielung auf die umstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen aus dem Jahr 2005 und "Die satanischen Verse" des Schriftstellers Salman Rushdie. Sowohl die Zeichnungen als auch das Buch hatten Morddrohungen gegen die jeweiligen Künstler hervorgerufen. 

Die Überzeugung, dass Andersgläubige umgebracht werden sollten, sei im Koran festgeschrieben, argumentierte Maher. Affleck stimmte zu, meinte aber, die überwiegende Mehrheit aller Muslime würde das nicht glauben und erst recht nicht bereit sein, das umzusetzen. Man solle die Menschen verurteilen, die diese Ansicht vertreten, aber nicht die gesamte Religion, forderte er.

Der Hauptdarsteller des nächsten "Batman"-Films war eigentlich in die Sendung gekommen, um für seinen jüngsten Film "Gone Girl - Das perfekte Opfer" zu werben. Für seine Ansichten bekam er sowohl Lob als auch Kritik in den US-Medien sowie in den sozialen Netzwerken.

afp/hn

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