TV-Comeback: Klausjürgen Wussow verdient wieder

- Leipzig - Klausjürgen Wussow, einst beliebt als Professor Brinkmann der "Schwarzwaldklinik", schnuppert wieder Krankenhausluft - zumindest für den Bildschirm. Der 74-Jährige steht zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder als Schauspieler vor der Kamera.

<P>Auf dem Drehplan standen am Dienstag zwei Szenen für die erfolgreiche ARD-Krankenhausserie "In aller Freundschaft" (IAF). Für die Folge "Ein Mann fürs Leben", die am 6. Juli ausgestrahlt wird, spielt er einen Pensionär, der eine 20 Jahre jüngere Ex- Kollegin und Witwe liebt.</P><P>In der Realität hat Wussow gerade seine Lebensgefährtin Sabine Scholz, Witwe von Boxlegende Bubi Scholz, geheiratet. Am Set gab er sich zugeknöpft. "Die Parallelen zu seinem Privatleben sind rein zufällig", sagte der Produzent der Serie, Oliver Vogel, der dpa. Wussow selbst wollte nicht über seine erste Rolle seit 2001 sprechen. "Was soll ich denn darüber sagen?", fragte er erstaunt. "Ich will Interviews nicht breit streuen", sagte der Mime, der seine Geschichten wie die jüngste Eheschließung gern exklusiv verkauft.</P><P>Star-Allüren waren Wussow bei der Produktion des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) fern. "Wussow ist nicht 'Mister Großkotz'", sagte Produzent Vogel. "Er ist halt ein bisschen nervös, weil er weiß, dass er hier nun etwas leisten muss." Er mache aber einen sehr vitalen Eindruck. Dabei scheint noch Einiges vom alten Charme bei Frauen zu wirken: "Er ist ein großartiger Schauspieler und außerordentlich sympathisch", schwärmte Jutta Kaammann, die als IAF-Oberschwester mit Wussow vor der Kamera stand. Er sei textsicher und überpünktlich.</P><P>In den Drehpausen sei er aber sehr in sich gekehrt. "Er hat mir sehr Leid getan, weil er sehr einsam ist", sagte Kaammann, die ihn trotzdem "auf seine großen Verdienste" angesprochen hat. "Als er von großen Produktionen erzählte, fingen seine Augen an zu leuchten."</P><P>Für drei weitere Drehtage im April muss sich Wussow erst einmal mit der kleineren Produktion begnügen. Wie hoch seine Gage ist, blieb unklar. Allerdings kann er sich Hoffnungen machen, dass der Job in Leipzig der Beginn einer neuen Karriere sein könnte: Das ZDF prüft eine Jubiläumsausgabe der "Schwarzwaldklinik" in Originalbesetzung. "Wenn er die vier Tage hier packt, packt er jede Hauptrolle", ist IAF-Produzent Vogel sicher.</P>

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