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Maria Höfl-Riesch (Foto) entschuldigte sich bei Christine Doering: "Mein Tweet war unüberlegt."

Entschuldigung via Twitter

Höfl-Riesch: Zoff um Attacke auf Stalking-Opfer

Garmisch-Partenkirchen - Olympia-Siegerin Maria Höfl-Riesch reagiert beleidigt auf einen Kommentar bei Twitter, schießt aber deutlich über das Ziel hinaus. Eine Entschuldigung wurde fällig.

Dass es bei Twitter mal hitzig her geht, ist ja bekannt. Aber mit ihrem kürzlich veröffentlichten Kommentar ist Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch deutlich über das Ziel einer harmlosen Neckerei hinausgeschossen. Mit dem Worten "Das mit dem Stalking muss ja echt schlimm gewesen sein. Vor allem für den Stalker...!", verunglimpfte die 29-Jährige öffentlich die schmerzlichen Erfahrungen von Christine Doering. 

Doering war jahrelang Opfer von Stalking. Ihr Ex-Partner verfolgte sie intensiv über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren hinweg und drohte sogar, sie und ihr damals drei Monate altes Kind zu töten. Seit dieser schmerzlichen Erfahrung setzt Doering sich intensiv gegen Stalking ein und betreibt seit diesem Jahr auch eine Webseite mit Informationen für Opfer (http://www.stalking-justiz.de/).

Was bewegte die dreifache Olympiasiegerin zu diesem unpassenden Kommentar? Anscheinend sah sich Höfl-Riesch durch eine vorhergehende Bemerkung von Doering in dem sozialen Netzwerk angegriffen und zwitscherte so wohl aus dem Affekt in dieser Form zurück.

Ausgangspunkt: Höfl-Rieschs Wut-Tweet über Lufthansa

Angefangen hatte das ganze Drama mit Höfl-Rieschs empörten Tweet über die Lufthansa, die sie auf einem ihrer Flüge von Business zu Economy Class herunterstufte. Doering kommentierte diesen Tweet und bezog sich dabei auf Höfl-Rieschs Anwesenheit bei einem Klimagipfel auf der Zugspitze im vergangenen August. Dort soll die Olympiasportlerin vor allem die fehlende Skifahrmöglichkeit am Klimawandel bedauert haben. 

Diesen Seitenhieb ließ Höfl-Riesch nicht auf sich sitzen und twitterte scharf zurück. Ihr Kommentar über die Stalking-Erfahrung Doerings war für viele jedoch etwas zu persönlich. Es hagelte Kritik von allen Seiten. Andere User verurteilen die Äußerung scharf und betiteln Höfl-Riesch als ignorant und arrogant. Nicht nur empört, aber tatsächlich persönlich verletzt fühlt sich die Empfängerin des Fettnäpfchen-Tweets. "Die Thematik Stalking ist ein ernstes Problem und sollte nicht heruntergespielt werden! Ich bezweifle, dass die eine Million Stalkingopfer deutschlandweit den Kommentar von Frau Höfl-Riesch lustig finden", erklärte Doering gegenüber unserer Onlineredaktion.

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Höfl-Riesch: "Mein Tweet war unüberlegt"

Dass sie in ein ordentliches Fettnäpfchen getreten war, dämmerte bald auch der Olympiasiegerin von Sotschi. Sie löschte den Tweet und entschuldigte sich: "Mein Tweet war unüberlegt. Ich hatte mich über Ihren geärgert, aber das darf kein Grund sein, so was zu schreiben", so Höfl-Riesch. Jeder Mensch macht mal einen Fehler, aber vielleicht sollte sich Höfl-Riesch in Zukunft etwas vorsichtiger auf Twitter äußern.

Doering und Höfl-Riesch kennen sich aus alten Zeiten - beide kommen aus Garmisch und waren einst Olympia-Gegner. Nach Angaben von Doering gab es vor dem aktuellen Twitter-Krieg nie Ungereimtheiten zwischen den beiden.

joh

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