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Tom Tykwer kann auf 3D gut verzichten

Tom Tykwer hat keine Lust auf 3D

Berlin - Tom Tykwer (47) hält nicht viel von 3D-Filmen. Die  Technologie, bei der die Kino-Bilder eine Tiefendimension erhalten, sei nur unter ganz bestimmten Umständen sinnvoll, findet der Regisseur.

„Bei besonders spektakulären Filmen, wenn man etwa explizit und wahnsinnig viel ins Detail investiert wie zum Beispiel bei "Avatar", dann sieht man einen sinnlichen Zuwachs, den ich als wirklich wahrnehmbar empfinde", sagte der Filmregisseur („Das Parfum“) der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Ob der Film dadurch interessanter ist, bleibe eine andere Frage. "Bei 19 von 20 Filmen, die ich in 3D sehe, merke ich den Unterschied allerdings nicht.“

Vor allem die 3D-Brille störe ihn beim Filmegucken. „Ich finde es schade, dass man als 3D-Zuschauer vom Publikum etwas abgespalten wird - dass man diesen Gemeinschaftseffekt, der so wichtig für das Kinoerlebnis ist, reduziert“, meinte Tykwer. „Man fühlt sich irgendwie einsamer mit der Brille.“

Er habe auch nie daran gedacht, seinen neuen Film „Cloud Atlas“, den er zusammen mit dem „Matrix“-Machern realisiert hat, in 3D zu drehen. „Ich bin ziemlich desinteressiert an 3D und glaube nicht so richtig daran, dass es sich auf das Kino allgemein entscheidend auswirkt. Und ich bin sicher, dass es in Zukunft eher weniger 3D-Filme geben wird als heute.“

Die Bestseller-Verfilmung „Cloud Atlas“ feiert am Montag in Berlin ihre Europapremiere. Auf dem roten Teppich werden auch die Hauptdarsteller Tom Hanks, Halle Berry und Hugh Grant erwartet. Am 15. November startet Cloud Atlas in den deutschen Kinos.

dpa

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