+
Maria Futwängler (li.) und Ursula von der Leyen werben für einen offeneren Umgang mit Demenz.

Prominente Töchter zur Demenz ihrer Väter

München - Die Politikerin Ursula von der Leyen (53) und die Schauspielerin Maria Furtwängler (45) haben zu einem offeneren Umgang mit der Demenz alter Menschen aufgerufen.

Beide sprachen am Mittwoch in München über Erfahrungen mit ihren an Alzheimer erkrankten Vätern. “Der öffentliche Diskurs ist wichtig, aber immer noch sehr negativ“, sagte Arbeitsministerin Von der Leyen (CDU). “Wir brauchen einen positiven Diskurs.“ Alzheimer sei kein Zustand, sondern ein Prozess über viele Jahre hinweg.

“Ich habe gelernt, mein Bild von meinem Vater zu ändern“, sagte Von der Leyen, deren Vater Ernst Albrecht von 1976 bis 1990 niedersächsischer Ministerpräsident war. In der Vergangenheit sei er eine große Autorität gewesen, “die Leute hatten manchmal Angst vor ihm“. Jetzt aber habe sie seine grundlegende Natur erkannt, “er ist ein freundlicher alter Mann.“ Er sei weiter ein ziemlich glücklicher Mensch und genieße sein Leben. “Die Würde ist immer da“, sagte die Politikerin.

Maria Furtwängler sagte während des Podiumsgesprächs auf der Internet-Konferenz DLDwomen über ihren Vater: “Durch diese veränderten Augen kommt noch so viel.“ Ihre Beziehung zu ihrem Vater sei eher schwierig gewesen. “Aber jetzt habe ich einen viel freundlicheren Mann kennengelernt.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zeit im Knast: Jetzt gesteht „Schwesta Ewa“ ein schreckliches Geheimnis
Die Rapperin „Schwesta Ewa“ veröffentlichte ein Instagram-Live-Video, in dem sie endlich Klartext über die Vorwürfe der Zwangsprostitution spricht. Auch andere …
Zeit im Knast: Jetzt gesteht „Schwesta Ewa“ ein schreckliches Geheimnis
Til Schweiger - Streit um Facebook-Post geht weiter
Nur 21 Worte lang war die bissige Nachricht der Frau an Til Schweiger. Der Schauspieler hat sie öffentlich gemacht. Nun fordert die Saarländerin vor Gericht, dass der …
Til Schweiger - Streit um Facebook-Post geht weiter
"I bims" ist "Jugendwort des Jahres"
Zum zehnten Mal hat Langenscheidt das "Jugendwort des Jahres" gekürt. Diesmal wählte die Jury einen Zweiteiler, den viele Jugendliche nutzen - und auch sicher der ein …
"I bims" ist "Jugendwort des Jahres"
Fatih Akin kommt von Hamburg nicht los
Der Regisseur fühlt sich in seiner Heimatstadt tief verwurzelt. Er lasse sich gerne von anderen Städten inspirieren, im Moment von Los Angeles.
Fatih Akin kommt von Hamburg nicht los

Kommentare