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Roman Polanski.

Urteil erwartet

Sex mit 13-Jähriger: Polanski entgeht Auslieferung an USA

Krakau - Vor 38 Jahren hatte Star-Regisseur Roman Polanski ("Rosemaries Baby") Sex mit einem damals 13-jährigen US-Teenager. Seitdem entzog der Pole sich den amerikanischen Gerichten. Am Freitag fiel ein Urteil. 

Wie Richter Dariusz Mazur am Freitag im polnischen Krakau vor der Presse erklärte, lehnte das Gericht den Antrag der USA wegen "Unzulässigkeit" ab. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin kann gegen die Entscheidung aber noch Berufung eingelegt werden.

Die USA werfen dem inzwischen 82-jährigen französisch-polnischen Starregisseur vor, im Jahr 1977 die damals 13-jährige Samantha Geimer vergewaltigt zu haben. Der Regisseur hatte damals nach seiner Festnahme in den USA gestanden, Sex mit der minderjährigen Geimer gehabt zu haben. Nach 42 Tagen im Gefängnis nutzte er seine vorläufige Freilassung kurz vor Verkündung des Strafmaßes zur Flucht nach Europa: Er hatte gefürchtet, dass die Strafe trotz einer Übereinkunft mit der Anklage höher als vereinbart ausfallen würde.

Seitdem beschäftigt der Fall immer wieder die Gerichte. Der Filmemacher war bereits 2009 auf US-Anweisung in Zürich festgenommen worden. Anschließend stand er in seinem Chalet im Schweizer Skiort Gstaad unter Hausarrest, bis ihn die Behörden nach rund zehn Monaten wegen Unklarheiten im Auslieferungsgesuch wieder freiließen.

Bereits im vergangenen Oktober hatten sich die USA daraufhin in Polen um Polanskis Festnahme bemüht. Schon damals wurde der Regisseur von den polnischen Behörden befragt, durfte aber wieder gehen. Seine Verteidiger argumentierten nun, das Auslieferungsgesuch sei unbegründet, da es in dem ersten Prozess in den USA zu einer Einigung gekommen war, der auch die Anwälte des Opfers zugestimmt hätten. Polanski, der sich derzeit zu Filmaufnahmen in Polen aufhält, nahm an der Sitzung am Freitag nicht teil.

afp

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