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Einmal Lächeln, bitte: Das Foto entstand am Freitag im sogenannten Oak Room auf Schloss Windsor in England, wo Barack und Michelle Obama bei Queen Elizabeth II. (l.) und Prinz Philip (r.) zu Gast waren.

Haussegen hängt schief im Weißen Haus

Präsidenten-Paar in der Krise: Geht Barack Obama fremd?

Washington - Am Treffen mit den Royals in England nahm Michelle Obama teil – wohl wider Willen. Denn zwischen der First Lady und Ehemann Barack Obama hängt der Haussegen schief.

Als Barack Obama einst in Chicago Rechtswissenschaften studierte, setzte ihm die Uni eine attraktive Mentorin vor die Nase: Michelle Robinson. Aus dem Studium trockener Paragrafen entwickelte sich Zuneigung, und aus Miss Robinson wurde dann Frau Obama – und die spätere First Lady. Wenn der US-Präsident am Wochenende nach Hannover kommt, wird jedoch Michelle Obama fehlen.

Offiziell teilte das Pressebüro der First Lady keinen Grund dafür mit. Doch Insider wissen längst, was offiziell weiter totgeschwiegen werden soll: Dass beim einstigen Traumpaar der Haussegen so schief hängt, dass eine Scheidung nach Ende der Amtszeit im kommenden Jahr wahrscheinlich ist – und dass beide nach Kräften versuchen, gemeinsame Auftritte und Reisen zu vermeiden

Michelle gab in letzter Minute dem Protokoll nach

Das klappt aber nicht immer und führt deshalb zu kuriosen Konstellationen, wie in dieser Woche sichtbar wurde. Am Dienstag flog Barack Obama allein von Washington nach Ramstein, um von dort dann nach Saudi-Arabien weiterzureisen. Am Freitag in London – der zweiten Station seines Dreiländer-Trips – war die First Lady zum Lunch und Dinner mit der königlichen Familie wiederum dabei. Sie hatte erst in letzter Minute entschieden, dem massiven Drängen des britischen Protokolls nachzugeben und aufzutauchen.

Dazu gibt es einen Sonderflug über den Atlantik nur für sie – und gleich nach dem London-Abstecher wieder eine Reise allein zurück, obwohl doch Hannover nur eine Flugstunde entfernt wäre. Alles nach der Devise: Bloß nicht mit dem Ehemann in der Air Force One sitzen. An diesem Samstag will sie eine Rede vor vorwiegend schwarzen Studenten im Bundesstaat Mississippi halten.

Dieses Aus-dem-Weg-gehen hatte zuletzt für Stirnrunzeln auch in der US-Tagespresse geführt, die normalerweise den Obamas persönlich nicht zu nahe treten will. Zu sehr fürchtet man, bei Presseterminen das Fragerecht zu verlieren oder keine Interviews mehr zu bekommen. Doch nachdem Barack Obama sich plötzlich in diesem Monat auf einem Inlandstrip nach Chicago – Michelle Obamas Heimatstadt – und dann nach Kalifornien von Tochter Malia als First Lady-Ersatz begleiten ließ, vermerkten manche Medien dies mit Verwunderung.

Yahoo-Korrespondent wagt sich nach vorne

Weit vor wagte sich Tage später Olivier Knox, ein Korrespondent von Yahoo für das Weiße Haus, der Obama auf dem üblichen zeitraubenden Golfplatz-Ausflug begleiten musste – und dabei in einem Text an andere Medienvertreter vielsagend sinnierte: Er frage sich, was eigentlich Michelle Obama während dieser stets verplanten Wochenenden auf den Grüns allein so tue.

Worauf Knox anspielte, war allen klar. Auf den meisten der Dienstreisen Obamas der vergangenen zwölf Monate fehlte die First Lady – mit Ausnahme des Kuba-Besuchs, wo der Präsident seine gesamte Familie inklusive Schwiegermutter im Schlepptau hatte. Für die Damen gab es ein Kultur- und Touristen-Programm, während Obama die Annäherung an das Castro-Regime versuchte. Diese Trennung vermied Reibungsflächen, die sonst im Weißen Haus existieren.

Schreigefechte und getrennte Schlafzimmer

Die Bewacher des Secret Service würden immer wieder Augen- und Ohrenzeugen von Schreigefechten des in getrennten Schlafzimmern nächtigenden Paares, heißt es. Grund der Eheprobleme, die es – so die Autobiografie des Präsidenten – schon vor dem Wahlsieg Obamas gab und die sich nun verstärkt haben sollen, sind vor allem Vorwürfe von Michelle. Der Gatte interessiere sich in seiner Freizeit nur noch für das Golfspiel und Fitness – und nicht mehr die Frau und Töchter. Und er soll, so heißt es ebenfalls, unter dem Schutz seiner Bodyguards gelegentlich auf ehelichen Abwegen gewandelt sein. Eine schlechte Tradition, die schon John F. Kennedy und Bill Clinton pflegten.

Kein Wunder also, dass es die zu Beginn der Amtszeit üblichen „Dinner Dates“ schon seit langem nicht mehr gibt. Bei den Obamas sind mittlerweile Drama, Frustration und eheliche Hausmannskost angesagt.

Friedemann Diederichs

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