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US-Rapper Marion "Suge" Knight bei einer Gerichtsanhörung.

Gerichtsanhörung

US-Rapper "Suge" Knight weist Mordvorwurf zurück

Los Angeles - Der wegen Mordes und versuchten Mordes angeklagte US-Rapper Marion "Suge" Knight hat auf nicht schuldig plädiert.

Bei einer Gerichtsanhörung in einem Vorort von Los Angeles wies Knight am Dienstag den Vorwurf zurück, er habe vergangene Woche vorsätzlich zwei Menschen überfahren. Dem 49-Jährigen droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft.

Eine Entlassung des Musikproduzenten auf Kaution wurde wegen Fluchtgefahr abgelehnt. Außerdem befürchtete das Gericht, dass der Angeklagte Zeugen einschüchtert. Nach der Anhörung wurde Knight wegen eines nicht näher genannten medizinischen Problems in ein Krankenhaus gebracht. Der nächste Gerichtstermin wurde für kommenden Montag angesetzt.

Knight hatte Anfang der 90er Jahre gemeinsam mit dem US-Rapper Dr. Dre die Plattenfirma Death Row Records gegründet, die Rappern wie Snoop Dogg und Tupac Shakur zu Ruhm verhalf. Am vergangenen Donnerstag überfuhr er einen 55-Jährigen und einen 51-Jährigen - einer der beiden Männer starb, der andere wurde verletzt. Der Vorfall ereignete sich in Compton, einem Vorort südlich von Los Angeles.

Mehrere Zeugen sagten aus, dass Knight mit den Männern bei Dreharbeiten für einen Film über die legendäre Rap-Gruppe NWA in einen Streit geraten sei. Anschließend habe er sie mit einem roten Pick-Up-Wagen gerammt. Knights Verteidiger James Blatt sagte dagegen der Zeitung "Los Angeles Times", dass sein Mandant die Männer versehentlich überfahren habe, als er nach einem Angriff fliehen wollte. "Er hatte Todesangst", sagte der Anwalt.

Bei der Polizei ist Knight kein unbeschriebenes Blatt: Im Jahr 1992 saß er im Gefängnis, nachdem er gegen Bewährungsauflagen verstoßen und in Las Vegas einen Gangrivalen niedergeschlagen hatte. Im Jahr 1996 landete er erneut wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen hinter Gittern. Und im Jahr 2003 kam er wegen einer Schlägerei in Hollywood für zehn Monate in Haft. Im vergangenen Jahr wurden bei einer Party sechs Schüsse auf ihn abgefeuert.

AFP

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