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Calista Flockhart wurde als neurotische Juristin Ally McBeal zum Star.

"Ally McBeal"-Star

US-Schauspielerin Calista Flockhart wird 50

New York - Als neurotische Anwältin Ally McBeal wurde Calista Flockhart zum Star. Die Rolle wurde geliebt und gehasst. Heute lebt die Schauspielerin etwas im Schatten ihres Mannes Harrison Ford.

Es war ihre erste Fernsehrolle, die die Amerikanerin Calista Flockhart über Nacht zum Star machte. In der Anwaltsserie „Ally McBeal“ stand sie im Mittelpunkt, spielte eine ebenso spritzige wie neurotische Juristin auf der Suche nach dem Mann ihrer Träume. Fünf Jahre und 113 Episoden lang, von 1998 bis 2003, ließ sich auch das deutsche Publikum von ihr mitreißen. An diesem Dienstag (11. November) wird Flockhart, die für die Rolle der Powerfrau auf hohen Pumps einen Golden Globe gewann, 50 Jahre alt.

Vor der Kamera steht sie nur noch sporadisch. Dafür hat sich ihr Traum von privatem Glück erfüllt. 2001 adoptierte Flockhart, damals noch alleinstehend, einen kleinen Jungen. Im Jahr darauf lernte sie Harrison Ford bei einer Gala kennen. An der Seite des Superstars gönnt sie sich reichlich Auszeit, umhegt den Sohn und kocht gelegentlich für Fords vier Kinder aus früheren Beziehungen, wie sie dem Magazin „Red“ erzählte. Das Paar ist seit 2010 verheiratet.

Feministinnen dürften sich bestätigt sehen. Ihnen war Flockhart alias McBeal seit Beginn der TV-Serie ein Dorn im Auge. Dazu trugen Bemerkungen bei, die Drehbuchautor David E. Kelley der Anwältin in den Mund legte. Etwa: „Ich werde (die Gesellschaft) verändern. Aber zunächst will ich mal heiraten.“ Das „Time“-Magazin ging 1998 so weit, Flockhart umrahmt von „Women's Lib“-Kämpferinnen wie Betty Friedan und Gloria Steinem auf sein Titelblatt zu setzen. Unter der McBeal-Darstellerin stand die Frage: „Ist der Feminismus tot?“.

Warum der Zorn auf eine TV-Figur, die für den Durchbruch von Frauen in einem von Männern dominierten Beruf stehen könnte? Die Autorin Andi Zeisler sieht den Grund in McBeals charakterlicher Schwäche. Sie habe „Errungenschaften der Frauenbewegung“ wie das Jurastudium für sich in Anspruch genommen, verschwende aber „jede Minute des Arbeitstages für narzisstische Selbstreflektionen“, schreibt Zeisler in ihrem Buch „Feminism and Pop Culture“.

Flockhart war in Freeport (US-Bundesstaat Illinois) als Tochter eines Geschäftsmannes und einer Lehrerin zur Welt gekommen. Nach dem Schauspielstudium schlug sie sich mit kleinen Rollen am Broadway durch. Mehr aus Jux bewarb sie sich für die Rolle, die ihrer Karriere Flügel verleihen sollte. Flockhart war nach „Ally McBeal“ unter anderem noch in der Fernsehserie „Brothers & Sisters“ zu sehen.

dpa

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