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Uschi Glas wird am 2. März 70 Jahre alt.

Hetze im Internet

Glas: "Fast wie eine öffentliche Steinigung"

München - Uschi Glas feiert bald ihren 70. Geburtstag und denkt inzwischen jeden Tag an den Tod. Trotzdem bleibt sie dabei gelassen - ganz anders als beim Thema Online-Petition.

Die Schauspielerin Uschi Glas hat das Ausmaß von Hetze und Spott im Internet beklagt. Es mache ihr "zunehmend Angst", wenn sie sehe, "mit wie viel Hass Menschen im Internet anonym über einen herziehen", sagte die 69-Jährige der Zeitung "Welt am Sonntag". "Das ist fast wie eine öffentliche Steinigung. Grauenvoll."

Glas selbst war kürzlich wegen eines Auftritts in der Talksendung von Markus Lanz in die Kritik geraten. Das heutige Ausmaß der Häme im Internet kränke sie, gab sie zu. "Früher wurde halt am Stammtisch gelästert - ,die blöde Kuh' oder was auch immer", sagte sie. Davon habe sie aber nichts mitbekommen. "Heute wird über jede Kleinigkeit im Netz hergezogen, egal ob es wichtig oder unwichtig ist."

Uschi Glas denkt jeden Tag an den Tod

Glas, die Anfang März 70 Jahre alt wird, sprach auch den Fall Lanz selbst an. Der Moderator war wegen eines Interviews mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht in die Kritik geraten. Daraufhin startete im Internet eine Online-Petition mit dem Titel "Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag". Das wiederum führte auch zu einer Debatte über Verunglimpfungen im Internet.

Mit der "Bild am Sonntag" sprach Uschi Glas über den Tod. Sie denke inzwischen jeden Tag an den Tod, so die Schauspielerin. Ihre Beerdigung habe sie aber noch nicht geplant. "Obwohl das vielleicht auch eine gute Idee wäre“, sagte Glas. "Vielleicht wäre es schön, verstreut zu werden? Mein Testament habe ich jedenfalls gemacht." Der Gedanke an den Tod mache ihr bewusst, "wie schön das Leben ist und dass ich nichts auf die lange Bank schieben sollte", sagte die gebürtige Niederbayerin. Eine Lebenserfahrung von ihr: „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel; jede überraschende Wendung verändert dich.“

AFP/dpa

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