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Die Ermittlungen gegen Karl Dall sind beendet.

Justiz prüft noch

Karl Dall erwartet Vergewaltigungsprozess

Zürich - Karl Dall steht unter Vergewaltigungsverdacht, er saß deshalb schon in Untersuchungshaft. Der Komiker bestreitet die Vorwürfe vehement und will in einem Prozess seine Unschuld beweisen. Die Schweizer Justiz prüft noch.

Der Komiker Karl Dall erwartet einen Vergewaltigungsprozess und will in dem Verfahren seine Unschuld beweisen. Die Justiz prüft allerdings noch, ob ein Verfahren gegen 73-Jährigen eröffnet wird, wie die Zürcher Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Dall selbst geht davon aus, dass es zu einer Verhandlung kommt. Er sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich bin froh, dass es zum Prozess kommt, und ich habe damit auch gerechnet. Nun kann meine Unschuld endlich bewiesen werden. Damit wird dieser Alptraum endlich ein Ende finden.“ Eine Schweizer Journalistin wirft Dall vor, sie vergewaltigt zu haben.

Die Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft, Corinne Bouvard, sagte der Nachrichtenagentur dpa, die letztendliche Entscheidung über ein Verfahren werde in etwa zehn Tagen gefällt. Nach Abschluss der Untersuchungen hätten beide Parteien jetzt noch Gelegenheit, ergänzende Beweisanträge einzubringen. Danach werde die Staatsanwaltschaft definitiv darüber entscheiden, ob Anklage erhoben werde. Dall war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, sein Rechtsanwalt wollte sich zunächst nicht äußern.

Die Schweizer Journalistin wirft Dall vor, sie im September vergangenen Jahres in einem Hotel in Zürich vergewaltigt zu haben. Zwei Monate später erstattete sie Anzeige. Der Komiker bestreitet die Tat. Es sei nicht einmal zum Sex gekommen. Nach der Anzeige saß Dall vier Tage in Untersuchungshaft.

Die Festnahme habe er zunächst für einen Scherz gehalten, sagte Dall im vergangenen Dezember im ZDF-Talk „Markus Lanz“. „Ich dachte, es sei versteckte Kamera.“ Er habe früher ja selbst mal Thomas Gottschalk und Mike Krüger mit einer gespielten Polizeikontrolle reingelegt. „Und deswegen dachte ich, dass sei so ein ähnliches Ding.“ Erst nach einigen Minuten sei ihm der Ernst der Situation bewusst geworden.

Zu der angeblichen Tatnacht dürfe er sich nicht äußern, betonte Dall in der Wochenzeitung „Die Zeit“ Ende vergangenen Jahres. „Nur so viel: Es war ein Riesenfehler, dass ich bei diesem „Interview“ allein war. Ich Idiot!“ Er sehe sich als Opfer der Frau: „Meine Prominenz war ihr Schutz.“

dpa

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