Verona Pooth spricht bei Kerner über Franjos Insolvenz

Hamburg - Die Tränen kullern nicht bei Verona Pooth (39), aber sie kämpft für ihren Ehemann Franjo: "Wir sind keine kriminelle Familie, und Franjo hat keine kriminelle Vergangenheit", sagte sie bei der Aufzeichnung der Talkshow "Johannes B. Kerner", die am Donnerstagabend ausgestrahlt wurde.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Franjo Pooth wegen des Verdachts der Bestechung und der Insolvenzverschleppung. Erst wenige Stunden vor dem TV-Auftritt im ZDF hatten die Fahnder die Villa der Familie durchsucht. Zu dieser Zeit sei sie im Auto zum Flughafen unterwegs gewesen - und war "geschockt".

Im hautfarbenen Kleid sitzt sie im TV-Studio, längst nicht fröhlich drauflosplappernd wie man es von ihr kennt. "All diese Vorwürfe, die zur Zeit noch geprüft werden, sind ja Vorwürfe, die wir in unserem Leben nicht gewöhnt sind", sagt sie. "Es ist eine ganz, ganz schwere Zeit für Franjo und mich. Es ist schon so, dass einen das wahnsinnig belastet", erzählt die erfolgsverwöhnte Geschäftsfrau. Eigentlich sei sie ja ein sehr positiv denkender Mensch, aber die Situation jetzt gehe ihr "sehr ans Herz" und belaste ihr Privatleben. Noch im selben Atemzug beteuert sie: "Das ändert nichts daran, dass Franjo und ich glücklich verheiratet sind - sogar sehr glücklich!"

Pooth, die nach der Kurz-Ehe mit Musikproduzent Dieter Bohlen und der schlagzeilenträchtigen Scheidung unter ihrem Mädchennamen Feldbusch eine erfolgreiche Karriere hingelegt hat, kämpft in dem Gespräch auch für sich selbst: "Die Zeitungen müssen natürlich berichten", zeigt sie Verständnis. "Ich bin ja seit 19 Jahren in der Showbranche", betont sie, "ich lebe mit den Medien und habe denen auch viel zu verdanken". Die Schlagzeilen um die Insolvenz von Franjos Firma Maxfield "helfen natürlich nicht". Sie habe ihren Ehemann nie so erlebt. "Er ist wirklich total am Ende." Lediglich Söhnchen San Diego gelinge es, ihn zum Lachen zu bringen.

Sonst für RTL II als "Engel im Einsatz" für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, macht sie sich nun für ihre eigene Familie stark. So weit sie es kann: "Es ist natürlich so, dass ich zu vielen Sachen gar nichts sagen darf, weil ich nicht involviert bin", erklärt Pooth. Franjos Anwalt habe ihr jedoch folgendes Zitat genehmigt: "Der Verdacht auf Insolvenzverschleppung - den gibt es noch." Nicht mehr lange also, denn die Betonung liege auf "noch". "Mein ganzes Inneres ist natürlich voller Antworten auf alles. Ich würde so viel gern erzählen und beantworten, aber es ist natürlich so, dass ich das gar nicht darf."

Nur über ihre Gefühle als Ehefrau dürfe sie sprechen, sagt Pooth. "Weil ich in der Öffentlichkeit stehe, habe ich jetzt einfach die Gelegenheit genutzt." Ihr Ehemann dürfe derzeit keine Interviews geben, "aber wird sind nicht untergetaucht, wie alle behaupten." Dafür verteidigt sie ihn vehement, betont dass keine kriminellen Energien im Spiel gewesen seien. "Die Firma hat es einfach nicht gepackt", sagt sie. "Wir haben auch kein Konto in Liechtenstein. Wir haben bis zum heutigen Tag wirklich beide jeden Euro versteuert." Viel gelacht wird diesmal nicht, nur als ihr beim Thema Zumwinkel-Affäre ein Versprecher unterläuft: "Herr Postwinkel zum Beispiel und Franjo werden jetzt auf eine Stufe gestellt."

Noch einmal erläutert Pooth, sie selbst habe "mit der Firma 100 Prozent nichts zu tun" - "das sind zwei getrennte Paar Schuhe". Dafür scheinen sich die Negativ-Schlagzeilen auf manche Geschäfte der Frau mit einem - von ihr selbst betonten - Bekanntheitsgrad von 95 Prozent bislang nicht auszuwirken. Gerade habe sie wieder einen neuen Vertrag über Werbung für Konfitüre abgeschlossen, und Ende des Jahres sei ein Kinofilm mit ihr geplant. Überhaupt will sie nach vorn schauen: "Ich hoffe, dass das irgendwann mal vorbei ist, dass der Schaden so gering wie möglich ist." Sie liebe Franjo über alles, betont sie immer wieder und fügt hinzu: "Ich weiß, wen ich geheiratet hab."

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