Victoria soll wegen des Irak-Krieges nicht die USA besuchen

- Kopenhagen/Stockholm - Eigentlich sollte Kronprinzessin Victoria nächste Woche mit der schwedischen Kolonie im kleinen US- Bundesstaat Delaware den 365. Jahrestag der Koloniegründung feiern. Der Hof in Stockholm aber sagte den Besuch der 25-jährigen Thronfolgerin unter Hinweis auf die "allgemeine Weltlage" ab.

<P>Zu unpassend hätte das bei solchen Entscheidungen nicht unbeteiligte Außenministerium Auftritte Victorias in Washington und New York mit der Pflicht zum royalen "Keep Smiling" empfunden, während Außenministerin Anna Lindh auf heimischen Marktplätzen bei Protestkundgebungen den "schweren Völkerrechtsbruch" durch den Angriffskrieg der US-Regierung anprangert.</P><P>Selbst äußern sich weder die Kronprinzessin noch König Carl XVI. Gustaf oder Königin Silvia zum Krieg. Victoria schloss in diesen Tagen eine Grundausbildung als Rekrutin in der Nähe von Södertälje ab und ließ sich dabei auch in voller Kampfuniform samt Tarnfarbe im Gesicht fotografieren. Dass diese Bilder gleichzeitig mit dem Kriegsbeginn im Irak publiziert wurden, war alles andere als beabsichtigt.</P><P>Im benachbarten Norwegen sagte König Harald V. das traditionelle Galaessen mit den in Oslo akkreditierten Botschaftern ab. "Wegen des Krieges" hieß die vage Begründung, genau wie bei der mit Polens Regierung gemeinsam beschlossene Absage eines Staatsbesuchs von Staatspräsident Aleksander Kwasniewski. Norwegens Regierung hat klar gegen den Krieg Stellung bezogen, während Polen mit Elitesoldaten daran teilnimmt.</P><P>Als einziges Königshaus des Nordens hat das dänische keine Pläne mit Blick auf den Krieg umgeworfen. Dabei hätte die langsam von einer Rückenoperation genesende Königin Margrethe II. am ehesten Grund dazu. Denn ihre Regierung hat als einzige in Skandinavien eigene Soldaten in den Krieg am Golf geschickt. "Nein" lautet die knappe Antwort von Hofmarschall Søren Haslund Christensen auf Schloss Amalienborg auf die Frage, ob das alles das Arbeitsprogramm der Regentin in irgendeiner Weise beeinflusse.</P><BR>

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