Victoria's Secret entschuldigt sich bei Indianern

Los Angeles - Das amerikanische Dessouslabel Victoria's Secret hat sich für die Verwendung eines Indianerkopfschmucks bei einer Laufstegvorführung entschuldigt. Der Auftritt hatte für heftige Diskussionen gesorgt.

Modell Karlie Kloss trug bei der Show einen bis zum Boden reichenden Schmuck, den Kriegshäuptlinge und Krieger der Ureinwohner Nordamerikas als besondere Auszeichnung trugen. Das Modelabel war deshalb wegen Missachtung von Kultur und Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner kritisiert worden. „Wir möchten uns aufrichtig entschuldigen, da wir keinerlei Absicht hatten, irgendjemanden zu beleidigen“, teilte das Unternehmen mit.

Bei der Fernsehfassung im kommenden Monat und in Werbemaßnahmen werde die Sequenz weggelassen. Für die Völker der Great Plains hatte jede einzelne Feder des Kopfschmucks eine Bedeutung und musste durch mutige oder mitfühlende Taten erworben werden. Das Unterwäschemodell Kloss war mit dem bodenlangen Kopfschmuck, High Heels und Leoparden-Dessous über den Victoria's-Secret-Laufsteg gegangen. Sie entschuldigte sich in einer Twitter-Mittteilung. Es täte ihr „sehr leid, wenn das, was ich bei der VS-Show getragen habe, jemanden gekränkt hat“.

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens gab es eine intensive Diskussion über das Kostüm. Einige lobten Kloss' Aufzug und forderten die Kritiker auf, „darüber hinweg zu kommen“. Andere befürworteten den Schritt des Unterwäsche-Hauses, dieses spezielle Marketing zu stoppen. Einige verwiesen auf die historischen Erfahrungen der Ureinwohner. „Wir mussten Fürchterliches ertragen, um zu überleben und sicherzustellen, dass unsere Lebensweise erhalten bleibt“, sagte der Sprecher der Navajo Nation, Erny Zah, am Montag. „Mit jeder Nachäffung, sei es Halloween, Victoria's Secret, spucken sie auf uns. Sie spucken auf unsere Kultur“.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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