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Ex-Formel-1-Chef Max Mosley ist mit seiner Beschwerde gescheitert.

Video-Affaire: Max Mosley scheitert mit Beschwerde

Straßburg - Der Ex-Formel-1-Chef wollte eine Verschärfung des britischen Presserechts erreichen. Doch jetzt ist Mosley mit einer Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gescheitert.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg wies am Dienstag Max Mosleys Klage für ein schärferes britisches Presserecht ab. Mosley, Ex-Präsident des Internationalen Automobilverbandes FIA, hatte auf Verletzung seines Privatlebens geklagt. Das Urteil ist nicht endgültig. Dagegen kann vor der großen Kammer des EGMR Berufung beantragt werden.

Mosleys Anwälte wollten die britische Boulevardpresse in die Schranken weisen - die Medien sollten dazu verpflichtet werden, vor der Veröffentlichung peinlicher Geschichten die Betroffenen zu informieren, damit diese eine Story per einstweiliger Verfügung verhindern können. Doch die Straßburger Richter kamen zu dem Schluss, eine derartige Verpflichtung schränke auch seriösen und investigativen Journalismus zu stark ein. Die Privatsphäre sei in Großbritannien durch andere Gesetze geschützt.

Die englische Boulevard-Zeitung News of the World hatte 2008 pikante Aufnahmen veröffentlicht. Dafür hatte ein Gericht in Großbritannien die Zeitung verurteilt, Mosley ein Schmerzensgeld von 60 000 britischen Pfund (etwa 72 000 Euro) zu zahlen. Das reichte Mosley nicht. Er warf der britischen Regierung vor, seine Privatspäre nicht wiederhergestellt und nicht geschützt zu haben. „Wenn einmal in Ihre Privatspähre eingebrochen wurde, dann ist ihr Leben zerstört“, sagte er bei der Anhörung im Januar.

dpa

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