Viel Ärger um Oscar-Gewinner "Crash"

- Los Angeles/New York - Nach dem Oscar-Erfolg für "Crash", einen Film über Rassenhass in Los Angeles, gibt es nun Streit ums Geld. Sowohl der Regisseur als auch die Hauptdarsteller des Leinwanddramas, unter ihnen Sandra Bullock, Matt Dillon und Don Cheadle, warten nach einem Bericht der "New York Times" vom Dienstag noch immer auf die vereinbarte Entlohnung.

Hollywood-Neuling Bob Yari hatte "Crash" für den "Klacks" von 7,5 Millionen Dollar (6 Millionen Euro) produziert. Er spielte weltweit bisher 180 Millionen Dollar ein und holte in diesem Jahr den Oscar als bester Film.

Dennoch wurde der Mitautor und Regisseur des Films, Paul Haggis, laut der Zeitung bisher mit gerade einmal 300 000 Dollar bezahlt. Die acht Hauptdarsteller erhielten ihren Sprechern zufolge bisher je einen Scheck über 19 000 Dollar. Die restlichen Zahlungen stünden seit Monaten aus. Die Akteure hatten sich der Zeitung zufolge mit Mini-Gagen zufrieden erklärt, damit "Crash" überhaupt zu Stande kommen konnte. Sie hatten darüber hinaus aber prozentuale Beteiligungen an den Einnahmen des Films ausgehandelt.

Die noch ausstehenden Zahlungen müsse Yari leisten, der Produzent und Hauptfinanzier von "Crash". Dieser räumte ein, von der Unzufriedenheit des Regisseurs und der Stars zu wissen, bestand aber darauf, völlig korrekt gehandelt zu haben. Yari streitet sich vor Gericht bereits mit zwei Koproduzenten, die demnach noch gar kein Entgelt für ihre Arbeit erhalten haben. Er verklagte den Verband der amerikanischen Filmproduzenten sowie die Oscar-Akademie und steht auch mit zwei Produktionsfirmen wegen "Crash" auf dem Kriegsfuß.

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