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Mads Mikkelsen erhält in München den CineMerit Award.

Mikkelsen: „In vielen Filmen wird zu viel gesprochen“

München - Von James Bond zum Wühlen in Schweinedarm: Mads Mikkelsen erhielt den CineMerit Award des Münchner Filmfests.

Der Däne Mads Mikkelsen (44) wurde 2006 mit dem James-Bond-Streifen „Casino Royale“ bekannt. Beim Filmfest München bekam er nun den CineMerit Award verliehen. Mikkelsen wirkt trotz des Interviewmarathons entspannt und erweist sich als Charmebolzen – unmöglich, ihn nicht sympathisch zu finden. Über seinen Status als Frauenschwarm lächelt er nur milde: Der gelernte Tänzer ist seit 1987 skandalfrei verheiratet.

In „Walhalla Rising“ haben Sie keinen Text und dürfen keine menschlichen Regungen zeigen...

Sie müssen auch unappetitliche Dinge tun, etwa einen Gegner ausweiden. Ist das eine schöne Arbeit?

Nach „Casino Royale“ haben Sie einfach weiter in Dänemark gearbeitet, obwohl es sicher hunderte Angebote aus Hollywood gab.

Ich mache die Dinge, die mich interessieren – ganz einfach. Wenn ich eine gute Rolle in einem großen Hollywood-Film angeboten bekomme, nehme ich sie an. Ich habe in dieser Hinsicht keine Berührungsängste. Aber Nicolas wollte diesen schönen Film mit mir machen, und da sage ich eben andere Sachen ab.

Klingt nicht nach ehrgeiziger Karriereplanung.

Ich bin sehr ehrgeizig – was das jeweilige Projekt angeht. Ich will, dass es gut wird, und dafür tue ich alles. Ansonsten ist es nicht sinnvoll, Pläne zu machen oder strategisch vorzugehen. Wenn Dir etwas gefällt, dann mach’ es und streng’ Dich an. Wenn Dir etwas nicht gefällt, mach’ es lieber nicht. Ich weiß, es klingt banal, aber so ist es. Wenn man versucht, seine Karriere zu planen, wird man immer scheitern. Man muss mit sich im Reinen sein. In dieser Hinsicht bin ich ein sehr glücklicher Mensch. Ich tue, was mir Spaß macht, und kann es genießen.

Sie könnten also auch ohne Filmindustrie glücklich leben.

Ich liebe meine Arbeit, aber ich könnte auch Zimmermann sein. Das ist auch eine Verbindung von physischer und mentaler Arbeit. Da sieht man am Ende das Ergebnis seiner Anstrengung.

Das Gespräch führte Zoran Gojic.

Jessica Schwarz schwärmt von Mads Mikkelsen

Der Schauspielerin Jessica Schwarz gefällt es, wie Skandinavier mit dem Thema Leidenschaft umgehen. Ihr dänischer Filmpartner Mads Mikkelsen habe ihr gesagt, man müsse “nicht immer direkt gucken“, sagte Schwarz dem DAPD beim Filmfest München. “Während die Südländer sehr offensiv mit ihren Gefühlen umgehen, kommen die Gefühle bei den Skandinaviern ganz tief aus dem Bauch raus. Die skandinavischen Männer verstreuen ihre Leidenschaft nicht, sondern man muss diese erst entdecken. Aber wenn sie da ist, dann richtig!“ Das sei es, was Mikkelsen so faszinierend mache, sagte Schwarz, die bei dem Filmfest als Laudatorin auftrat.

Ab Mitte August kehrt der 44-jährige dänische Superstar Mikkelsen neben Hollywoodstars wie Orlando Bloom, Milla Jovovich und Oscar-Preisträger Christoph Waltz für die Dreharbeiten zu Paul W.S. Andersons 3-D Version “Die drei Musketiere“ nach München und Umgebung zurück.

apn

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