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Volksmusik-Star stirbt nach 14 Tagen auf der Intensivstation - Wilde Spekulationen kursieren

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Von: Marius Epp

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Die „Fidelen Mölltaler“ bei einem Auftritt - Sänger Ludwig Ladstätter (rechts) ist verstorben.
Die „Fidelen Mölltaler“ bei einem Auftritt - Sänger Ludwig Ladstätter (rechts) ist verstorben. © imago/star-media

Der österreichische Volksmusik-Sänger Ludwig Ladstätter ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Steckte er sich bei einem Politikertreffen an?

Wolfsberg - Die „Fidelen Mölltaler“ haben ihre Stimme verloren. Ludwig „Lucky“ Ladstätter, Sänger und Klarinettist der österreichischen Volksmusik-Gruppe, ist am 29. November nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren verstorben. Er hatte sich mit dem Coronavirus infiziert und verlor nach 14 Tagen auf der Intensivstation den Kampf gegen die Lungenkrankheit.

Seit 1971 haben die „Fidelen Mölltaler“ 1,8 Millionen Tonträger verkauft und traten auf allen Kontinenten auf. „Die Heimatstimme der Fidelen Mölltalter ist für immer verklungen“, schreiben seine Musikkollegen in einem Nachruf. „Es war eine wunderschöne und erfolgreiche Zeit, die wir mit unserem verlässlichen und treuen Musikkameraden Lucky Ladstätter erleben durften, dafür sagen wir ihm heute ‚Danke für alles‘ und ‚Ruhe in Frieden‘“.

Volksmusik-Star Ludwig Ladstätter ist tot - infizierte er sich bei Politikertreffen?

In den österreichischen Medien wird ein Zusammenhang mit der sogenannten „Freiheitstour“ des Rechtsaußen-Politikers Herbert Kickl (FPÖ) hergestellt. Auf mehreren Veranstaltungen rief Kickl zum Widerstand gegen die staatliche Corona-Politik auf. Laut der Kleinen Zeitung hat Landstätter am 5. November in Kärnten eine der Veranstaltungen besucht.

Tags darauf postete Kickl, der selbst an Corona erkrankt ist, ein Foto mit dem Musiker auf Instagram. Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner hatte die „Freiheitstour“ zuvor stark kritisiert und berichtet, dass einige Teilnehmer auf der Intensivstation liegen würden. Möglicherweise meinte sie damit Landstätter.

Volksmusik: Die „fidelen Mölltaler“ gedenken ihrem verstorbenen Sänger

Bandkollege Huby Mayer erzählte der Kronen Zeitung: „Er ist wegen eines Bandscheibenvorfalls eingeliefert worden. Kurz darauf wurde er auf die Corona-Station verlegt. Drei Tage später war er auf der Intensivstation.“ Er gedenkt dem Verstorbenen im Nachruf noch einmal ganz persönlich: „Seine Stimme ist verklungen, ganz tief geht der Schmerz, in den Liedern lebt er weiter, geht seine Seele auch himmelwärts.“

2016 gaben die „Fidelen Mölltalter“ ihren Abschied bekannt. Seit 1971 produzierten sie gemeinsam Volksmusik. (epp)

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