Warner Brothers feuert Charlie Sheen

New York - Nach den Eskapaden von Charlie Sheen ist der Schauspieler jetzt von Warner Brothers gefeuert worden. Über die Zukunft von "Two and a Half Men" werde später entschieden. Die ersten Spekulationen:

Die Produktionsfirma teilte am Montag mit, dass der Schauspieler aus dem Team der auch in Deutschland erfolgreichen Comedyserie “Two and a Half Men“ entlassen worden sei. “Nach gründlicher Erwägung hat Warner Bros. Television die Dienste von Charlie Sheen für “Two and a Half Men“ mit sofortiger Wirkung gekündigt“, hieß es von dem Studio.

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Über die Zukunft der Show, die als eine der erfolgreichsten der letzten zehn Jahre gilt, solle später entschieden werden. Amerikanische Medien spekulieren bereits über mögliche Nachfolger, die meisten rechnen jedoch mit einem Ende der seit 2003 laufenden Serie.

CBS hatte die aktuelle Staffel in der vorletzten Woche abgebrochen, sie aber noch nicht eingestellt. Der Sender hatte in einer kurzen Mitteilung “Äußerungen, Benehmen und Zustand“ Sheens als Grund angegeben. Der 45-Jährige war nicht nur in der Serie der trinkende Frauenheld, auch im wahren Leben hatte er kaum ein Glas oder eine Frau stehen lassen.

Charlie Sheen in Bildern

Charlie Sheen in Bildern

Weil die Serie nach wie vor erfolgreich ist, hatten Sender und Produktionsteam dem früheren Hoffnungsträger (“Platoon“, “Wall Street“) aber vieles verziehen. Sheen hatte das Fass zum Überlaufen gebracht, als er dem Produzenten Chuck Lorre, auch noch unter Anspielung auf dessen jüdischen Glauben, als “verseuchte kleine Made“ beschimpft und ihm “nichts als Schmerz“ gewünscht hatte.

Seit der Einstellung der Dreharbeiten lässt der Schauspieler im Fernsehen, Radio und im Internet alle Welt wissen, was er von den Produzenten der Show hält. Auch nach seiner Entlassung reagierte er prompt. In Textnachrichten an die Nachrichtenagentur AP schrieb Sheen neben Schimpfwörtern Kommentare, wie, “Sie verlieren“ oder “Trolle“. Danach gefragt, ob er plane vor Gericht zu gehen, antwortete er “Groß“. Nach seinem nächsten Schritt gefragt schrieb er zurück: “Ein Großer“. Sheens Anwalt, Marty Singer, war zunächst für keine Stellungnahme zu erreichen.

dpa/dapd

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