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Besondere Bekanntheit erlangte Extremsportler Felix Baumgartner 2012 mit seinem Stratosphären-Sprung. 

Buchautor redet Klartext

Öffentlich auf Facebook: Bitterböse Abrechnung mit Felix Baumgartner

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Wien - Felix Baumgartner hat es wieder getan. Wer nun glaubt, der ehemalige Extremsportler habe sich aus seinem Ruhestand verabschiedet und seine fast anderthalb Millionen Facebook-Fans über eine neue sportliche Herausforderungen informiert, der irrt.

Vielmehr erregte der Österreicher mit einem Facebook-Post Aufsehen - und das nicht zum ersten Mal. Denn neben spektakulären Extrem-Sprüngen fiel der Österreicher in der Vergangenheit immer wieder durch polarisierende Facebook-Posts und andersartige verbale Entgleisungen auf. 

So irritierte Baumgartner nur wenige Wochen nach seinem Stratosphären-Sprung aus rund 39 Kilometer Höhe mit seinen politischen Ansichten. Laut tagesspiegel.de forderte der 47-Jährige in einem Interview mit der österreichischen „Kleinen Zeitung“ „eine gemäßigte Diktatur“. 

Baumgartner sorgt für zahlreiche Eklats

Sein Image als österreichischer All-Held begann zu bröckeln. Es folgten eine Verurteilung wegen Körperverletzung, der Umzug in die Schweiz und ein abfälliger Facebook-Beitrag über die Flüchtlingssituation, der im Netz einen Shitstorm auslöste. Die Kommentare der User gingen von „Steuerflüchtling & Wirtschaftsmigrant Felix Baumgartner hat eher wenig Verständnis für Flüchtlinge“ bis hin zu „Was Red Bull scheinbar nicht verleiht: Hirn“.
Auch zahlreiche Prominente, darunter TV-Moderator Jan Böhmermann, stellten Baumgartner daraufhin an den öffentlichen Pranger. In einem weiteren Post sprach er sich dafür aus, dem ungarischen Ministerpräsidenten Victor Orban den Friedensnobelpreis zu verleihen.

Vergangenen Montag sorgte der ehemalige Base-Jumper mit einem Facebook-Post über den frisch gewählten österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van Der Bellen erneut für Empörung. Unter einem Foto, das Van Der Bellen mit Bier und einer Sektflasche zeigen soll, schrieb Baumgartner: „Alexander Van der Bellen zieht nun endlich in die Hofburg um. Nur noch kurz mit dem Auto in die Trafik und dann hat er alles was er braucht, um dieses Land in eine bessere Zukunft zu führen. Österreich freut sich auf den neuen Präsidenten.“ 

Das Foto kursiert bereits seit Beginn des Wahlkampfes im Netz - dabei werden immer wieder Zweifel geäußert, ob das Bild überhaupt echt ist. Es dauerte nicht lange und ein weiterer Shitstorm wütete unter Baumgartners Facebook-Beitrag. Viele User reagierten mit Unverständnis oder Sarkasmus: „Manchmal wünsche ich mir der Herr Felix Baumgartner wäre einfach oben geblieben“ oder „Was ist denn das für ein Österreicher, der sich Bier kauft? Das hätte es früher nicht gegeben! Skandal!“ Bisher wurde der Post rund 2.300 Mal kommentiert und über 1.500 Mal geteilt. 

Autor rechnet mit Baumgartner ab

Am Dienstag dann erreichte der Shitstorm um Baumgartner den vorläufigen Höhepunkt. Thomas Schrems, Autor und Ghostwriter des Buches „Projekt Ikarus. Felix Baumgartner - Ein Leben zwischen Himmel und Erde“ nahm Baumgartners Social-Media-Eklat zum Anlass, um mit dem ehemaligen Extrem-Sportler gnadenlos abzurechnen. 

Ebenfalls auf Facebook holte Schrems zum Rundumschlag gegen den Bambi-Gewinner von 2012 aus: „Ich fühle mich von dir und deinem Namen besudelt. (...) Ich schäme mich, den tausenden Lesern des Buches ausschließlich jenen Wein eingeschenkt zu haben, den für schmackhaft du allein befunden hast. Und: Ja, auch heute, dreizehn Jahre danach, geht es mir schlecht dabei.“

Weiter spielt Schremms auf etliche „ungeschriebene Eskapaden deinerseits“ und „ungeschriebene abschätzige Worte (ich habe sie alle noch auf Band) über deine frühen Wegbegleiter und -bereiter“ an und gibt zu, „ernsthaft erwogen“ zu haben, „das eine oder andere Schmankerl über dich nach außen zu tragen.“

Bisher hat Felix Baumgartner noch nicht auf den Facebook-Shitstorm und die Abrechnung Schrems reagiert. Eines lässt sich jedoch über den ehemaligen All-Helden sagen. War sein Stratosphären-Sprung mit knapp 1.360 km/h im freien Fall überirdischer Natur, so erscheinen seine Äußerungen zu bestimmten Themen unterirdisch.  

kus

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