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US-Staatsanwaltschaft wehrt sich gegen Vorwürfe im Verfahren gegen Roman Polanski.

USA wehren sich gegen Kritik an Polanski-Verfahren

Los Angeles - Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles wehrt sich gegen Kritik, das Missbrauchsverfahren gegen Roman Polanski nicht korrekt geführt zu haben.

Es sei unzutreffend, dass sie sich nicht um die Verhaftung des Filmemachers bemüht habe, seit dieser 1978 geflüchtet sei, erklärte die Justizbehörde am Montag. Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte eine Liste über die mehrfachen Versuchen, die Verhaftung Polanskis im Ausland zu erreichen. Zuletzt sei dies im Jahre 2007 mit einem an Israel übermittelten Haftbefehl geschehen. Zuvor habe man sich unter anderem in England, Thailand und Frankreich um die Festnahme des Regisseurs bemüht.

Polanskis Anwälte hatten in einer im Juli dieses Jahres eingereichten Eingabe an ein Gericht in Kalifornien erklärt, die Staatsanwaltschaft von Los Angeles habe sich in den vergangenen 30 Jahren nicht um die Auslieferung Polanskis bemüht. Hätten sie dies getan, wäre das Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft in dem Fall zum Vorschein gekommen, erklärten sie. Die Anwälte werfen dem damals zuständigen Richter vor, er habe sich nach dem Schuldbekenntnis Polanskis, 1977 eine 13-Jährige sexuell missbraucht zu haben, nicht an eine mit dem Beschuldigten ausgehandelte Vereinbarung über die Strafe gehalten. Polanskis US-Agent Jeff Berg sagte, die Verhaftung in der Schweiz sei sehr ungewöhnlich, nachdem der Regisseur den Sommer in seinem Haus in Gstaad verbracht habe.

Zuvor habe er in aller Öffentlichkeit über sechs Monate hinweg in Deutschland den Film “The Ghost“ gedreht. “Ich denke, er möchte dieses Kapitel abschließen“, sagte Berg. Das US-Außenministerium in Washington wollte sich nicht zu der Sache äußern. Die Rolle des Ministeriums beschränke sich darauf, das von Kalifornien vorbereitete formelle Auslieferungsgesuch darauf zu prüfen, ob es die Bedingungen des bilateralen Auslieferungsvertrags mit der Schweiz erfülle, sagte ein Sprecher. Die Außenminister Frankreichs und Polens hatten ihre US-Kollegin Hillary Clinton schriftlich ersucht, sich für eine Begnadigung Polanskis einzusetzen.

AP

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