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Wende im Klitschko-Prozess

- Hamburg - Der Rechtsstreit der Brüder Vitali und Wladimir Klitschko gegen Box-Promoter Klaus-Peter Kohl steht vor einer überraschenden Wende. Einiges deutet darauf hin, dass die ukrainischen Schwergewichts-Profis nicht mehr an den Hamburger Promoter gebunden sind.

<P>Damit müssten die Klitschkos weder für Kohl in den Ring steigen noch Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Richter Kay Mückenheim verkündete vor dem Landgericht Hamburg den Hinweisbeschluss, dass die Verträge der beiden Profi-Boxer "doch zum 30. April 2004 ein Ende gefunden haben könnten". </P><P>Der Beschluss ist zwar kein Urteil, wohl aber ein deutlicher Hinweis auf die Tendenz im weiteren Prozessverlauf. Das Gericht revidierte damit seinen Beschluss vom 15. April dieses Jahres. Damals war es der Auffassung gewesen, dass sich die Verträge der Boxer um die Ausfallzeiten (Verletzungen, Krankheiten, Schutzsperren) verlängert hätten. Strittig war bisher lediglich, wie lange die Klitschkos nachsitzen müssten. Eine Begründung für die Wendung gab das Gericht nicht.</P><P>"Wir freuen uns über diese Entscheidung", sagte Wladimir Klitschko. "Leider ist das noch kein Urteil, so dass wir unsere Zukunft noch nicht richtig planen können. Ich möchte so schnell wie möglich wieder in den Ring steigen. Um mögliche Gegner haben wir uns aber wegen des Prozesses noch nicht gekümmert."</P><P>Der Beschluss hat selbst die Anwälte der Klitschkos überrascht. "Wir waren davon ausgegangen, dass das Gericht an seinem Beschluss vom April festhalten wird", sagte Rechtsanwalt Sebastian Cording. "Dass das Gericht seine Auffassung so fundamental revidiert, das ist extrem selten", meinte er. Der Richter habe damit menschliche Größe bewiesen. Ursprünglich wollte der Universum-Stall den 28 Jahre alte Wladimir Klitschko bis zum 22. August 2004 und den vier Jahre älteren WBC-Weltmeister Vitali bis zum 20. Mai nächsten Jahres an sich binden.</P><P>"Der Beschluss überrascht uns sehr", sagte auch Kohls Anwalt Björn Ziegler am Donnerstag. "Aber dass der Richter seine Auffassung ändert, ist sein gutes Recht." Beide Parteien haben nun 14 Tage Zeit, um ihre Argumente dem Gericht vorzulegen. Ziegler will Zeugen für eine erneute Beweisaufnahme benennen. Damit könnte sich der Prozess, der im Dezember vergangenen Jahres mit einer von der Klitschko-Seite eingereichten Feststellungsklage begann, um mehrere Monate ausdehnen. "Jetzt fängt beinahe alles von vorn an", sagte Ziegler. Dagegen sieht der Anwalt der Gegenseite den Prozess vor einem baldigen Abschluss. "Wir erwarten bis Mitte September ein Urteil", sagte Cording.</P><P>Ob die Klitschko-Brüder während des schwebenden Verfahrens boxen werden, ist unsicher. Sollten sie den Prozess entgegen der für sie günstigen Tendenz doch noch verlieren, kämen Schadenersatzforderungen von Kohl auf sie zu. Die hauptsächlich in Los Angeles lebenden Ukrainer wollen ihre Kampfveranstaltungen künftig eigenständig über ihre Agentur K 2 organisieren und versprechen sich davon erheblich höhere Einnahmen als bisher.</P><P>Parallel zum Prozess um die Vertragslaufzeit gibt es zwischen beiden Parteien ein weiteres Verfahren. Auf Grundlage eines Gutachtens des amerikanischen Juristen Pat English wollen die Klitschkos nachweisen, dass sie bei Kämpfen in den USA von Kohl betrogen worden sind. Dagegen hat Kohl eine Feststellungsklage eingereicht.</P>

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