Werbespot abgesagt - Alfred Biolek muss 74 000 Euro zahlen

Köln - Ex-Fernsehmoderator Alfred Biolek (73) muss an eine Kölner Firma rund 74 000 Euro Schadensersatz bezahlen, weil er aus der Produktion eines Werbespots vertragswidrig ausgestiegen ist. Das geht aus einem am Dienstag gefällten Urteil des Landgerichts Köln hervor (Az:5 O 385/06).

Hintergrund des Prozesses ist ein 2006 entstandener Reklame-Spot mit Biolek, der für das Qualitätskennzeichen der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) werben sollte. Kurz nach den Dreharbeiten meldete Biolek jedoch Bedenken an und kündigte den Vertrag mit der Produktionsfirma.

Diese zog daraufhin vor Gericht und verlangte von Biolek 131 000 Euro Schadensersatz wegen Nichterfüllung seines Vertrages. Das Gericht entschied nun, dass das zu viel sei, denn unter anderem habe die Firma Kosten zurückverlangt, die vor dem Vertragsabschluss mit dem Moderator entstanden seien. Gleichwohl sei Biolek in der zuerkannten Höhe schadensersatzpflichtig, weil er den Werbevertrag ohne ausreichenden Grund gekündigt habe. Mit ihrem Urteil wiesen die Richter gleichzeitig eine Gegenklage Bioleks gegen die Produktionsfirma auf Schadensersatz in Höhe von 150 000 Euro als unbegründet zurück. Biolek hatte argumentiert, unzureichend über angebliche Mängel des CMA-Kennzeichens informiert worden zu sein, und sich bei seiner Klage auf arglistige Täuschung durch die Produktionsfirma berufen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lottoverrückte Spanier: Schlange stehen für "El Gordo"
Sie gilt als die größte Lotterie der Welt. Vergangenes Jahr wurden insgesamt 2,3 Milliarden Euro ausgeschüttet. "Doña Manolita" heißt die begehrteste Losbude des Landes. …
Lottoverrückte Spanier: Schlange stehen für "El Gordo"
Nick Nolte bekommt Stern auf „Walk of Fame“
In Hollywood gibt es mal wieder ein neues Sternchen auf dem Boden: Nick Nolte wurde im Alter von 76 Jahren auf dem „Walk of Fame“ geehrt. 
Nick Nolte bekommt Stern auf „Walk of Fame“
Ulrich Tukur schreibt seinen ersten Roman
Der Schauspieler und Musiker ist wieder einmal unter die Autoren gegangen. Er hofft, dass er am Ende "ein komplexes Werk, das vom ersten bis zum letzten Satz spannend …
Ulrich Tukur schreibt seinen ersten Roman
Jennifer Lawrence sucht noch immer ihren Frieden
Es ist inzwischen drei Jahre her, dass Hacker Nacktfotos der Schauspielerin veröffentlichten. Das sei "unfassbar verletzend" gewesen, sie leide noch immer darunter.
Jennifer Lawrence sucht noch immer ihren Frieden

Kommentare