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"Wetten dass ..?"-Moderator Thomas Gottschalk

"Zaghafte Hoffnungen" nach "Wetten dass..?"-Unfall

Nottwil - Der schwer verunglückte Samuel Koch ist am Samstagmorgen in ein Rehazentrum in die Schweiz verlegt worden. Seine Ärzte sind vorsichtig optimistisch.

Das Spezialzentrum für Wirbelsäulenverletzungen und Querschnittslähmungen in Nottwil sei “besonders geeignet für die frühzeitig einsetzende Rehabilitation“, sagte der Ärztliche Direktor des Uniklinikums, Wolfgang Raab, auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Mit der Verlegung sei die Akutbehandlung des 23-Jährigen abgeschlossen.

Dort erwarte ihn ein langer Aufenthalt. “Wir brauchen Zeit“, sagte Chefarzt Dr. Michael Baumberger der Nachrichtenagentur dpa. “Sechs bis neun Monate in der Rehabilitation - das ist wahrscheinlich die Realität“, sagte Baumberger. Was der Patient nach dieser Zeit zu erwarten hat, könne jetzt noch nicht gesagt werden.

Für eine Reduzierung der momentanen Lähmungen gebe es “zaghafte Hoffnungen“, sagte Raab. Es gebe “Anzeichen für eine positive Erholung“ bei Koch, sagte der Direktor der Klinik für Neurologie, Hans-Jakob Steiger. So habe es am Freitag Hinweise auf eine “diskrete Bewegung an einem Bein“ gegeben. Für stichhaltige Prognosen gebe es allerdings noch keine Sicherheit. “Die Unsicherheit bleibt bestehen“, sagte Steiger. Sollte Koch in den kommenden Wochen seine Füße bewegen könne, stünden die Chancen auf eine Heilung gut.

Bilder vom Unfall bei "Wetten, dass..?"

Schwerer Unfall verursacht Abbruch von "Wetten, dass..?"

Bei dem Transport mit einem Flugzeug der Deutschen Luftrettung habe es sich um ein “kalkulierbares Risiko“ gehandelt. Bereits seit Donnerstag sei die künstliche Beatmung beendet worden und Koch habe eigenständig atmen können. Zudem sei er mehrfach aus seinem Bett in eine sitzende Position gebracht worden. 

Den Transport habe der Patient gut überstanden, betonte Baumberger. Koch sei jedoch bei der Ankunft sehr müde gewesen. Er habe sich nicht bewegen können, er sei auch noch nicht ausführlich untersucht worden. Erst nach dieser Untersuchung werde ein für Koch optimales Rehabilitationsprogramm festgelegt.

Gottschalk fühlt sich mitverantwortlich

"Wetten dass..?"- Moderator Thomas Gottschalk sagte in einem Interview über den schweren Unfall: “Ich empfinde Verantwortung, weil der Unfall in einer Show passiert ist, für die ich seit Jahrzehnten stehe“. Obwohl er sich natürlich auf die Redaktion und die technischen Fachleute verlassen müsse, geschehe alles auch unter seiner Verantwortung, sagte der Moderator laut einer Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins “Spiegel“ von Samstag.

“Wenn ich gedanklich alle 'Wetten, dass..?'-Sendungen durchgehe, die ich in 23 Jahren moderiert habe, bestand womöglich in mehr Fällen Lebensgefahr, als es mir aus heutiger Sicht lieb sein kann“, fügte Gottschalk hinzu.

Bei seinen eigenen beiden Söhnen hätte der Moderator “alles versucht“, so eine waghalsige Aktion zu verhindern. Er wisse aber auch, “wie schwierig es ist, jungen Leuten zwischen 20 und 30 etwas auszureden, was die sich in den Kopf gesetzt haben“, sagte er dem Magazin weiter.

Gottschalk rechnet nach dem Unglück mit Konsequenzen für sich und die ZDF-Show. Aber was immer dabei herauskomme, es treffe ihn zu einem Zeitpunkt seiner Entertainer-Karriere, an dem er es mit Fassung tragen könne. “Wir können keine vorschnellen Entscheidungen treffen, die wir in einigen Wochen vielleicht wieder revidieren müssten“, sagte er weiter.

Genesungswünsche vom Bürgermeister

Der Bürgermeister des Heimatortes von Samuel Koch hat dem verunglückten “Wetten, dass...?“-Kandidaten viel “Geduld und Kampfgeist“ bei der Genesung gewünscht. “Wir (...) hoffen, dass die Reha-Maßnahmen weiter anschlagen und er so hergestellt wie irgend denkbar wieder zurückkommt“, sagte Wolfgang Fürstenberger am Samstag im baden-württembergischen Efringen-Kirchen.

Koch war am Samstag vergangener Woche in der Düsseldorfer Messehalle bei dem Versuch, mit Sprungfedern an den Füßen über fahrende Autos zu springen, gestürzt und hatte sich schwere Verletzungen an der Halswirbelsäule zugezogen. Seitdem sind seine Arme und Beine gelähmt.

dapd/dpa

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