Widersprüchliche Aussagen im Jackson-Prozess

- Santa Maria - Nach viertägiger Befragung im Prozess gegen Michael Jackson hat der angeblich von dem Popstar missbrauchte 15-Jährige den Zeugenstand wieder verlassen. Staatsanwalt Tom Sneddon gab dem Jungen die Möglichkeit, eine Unstimmigkeit in seiner Aussage zu erklären.

<P>Im Kreuzverhör mit Jackson-Anwalt Thomas Mesereau hatte der Teenager am Vortag eingeräumt, seinem Lehrer mehrfach versichert zu haben, er sei von Jackson nie belästigt worden. Der besorgte Lehrer hatte den Schüler im Frühjahr 2003 über sein Verhältnis mit Jackson ausgefragt, nachdem eine BBC-Dokumentation den Jungen Hand in Hand mit dem Popstar zeigte.</P><P>Seine Mitschüler hätten ihn als "den Jungen, der von Jackson vergewaltigt wurde" verspottet, erklärte der 15-Jährige am Dienstag vor der Jury. Er habe die Belästigung vor dem Lehrer abgestritten, damit niemand davon erfahre und sich nicht noch mehr über ihn lustig machten, führte der Junge weiter aus.</P><P>Nach Angaben der "Los Angeles Times" ist zu erwarten, dass die Staatsanwaltschaft einen Psychologen präsentieren wird, der das Verhalten des Jungen als typisch für Opfer sexuellen Missbrauchs darstellen wird. Kinder würden in diesen Situationen Vorfälle häufig abstreiten.</P><P>Sneddon fragte den Jungen auch, wie er jetzt über Jackson denken würde. "Ich mag ihn nicht mehr wirklich", antwortete das angebliche Missbrauchopfer. Der Sänger habe den Respekt, den er dem "coolsten Typ der Welt" früher entgegenbrachte, nicht verdient.</P><P>Ein Prozessbeobachter des Senders Fox News kommentierte am Dienstag, dass die Schilderungen des Jungen mehr und mehr erfunden klängen. In der vergangenen Woche hatte der Teenager den 46-jährigen Sänger schwer beschuldigt. Im Zeugenstand beschrieb der Junge, wie Jackson ihn unsittlich berührte, zur Masturbation aufforderte und ihm häufig Alkohol zu trinken gab.</P><P>Jackson wird vorgeworfen, im Frühjahr 2003 auf Neverland den damals 13-Jährigen mehrfach sexuell missbraucht und mit Alkohol gefügig gemacht zu haben. Der Popstar hat die Anschuldigungen wiederholt bestritten. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm über 20 Jahre Haft. Am Mittwoch sollte der Prozess mit der Befragung von Polizisten, die den Fall untersuchten, fortgesetzt werden. </P>

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