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Darren Young

"Ich bin sehr glücklich"

Schwuler Wrestling-Star outet sich

Washington - Als einer der ersten professionellen US-Wrestler hat sich der Sportler Darren Young als homosexuell geoutet. Für seinen Mut bekommt er viel Lob.

Das meldet das Internet-Portal „TMZ.com“. Schwule Wrestler sollten nach seiner Ansicht genauso behandelt werden wie andere Kämpfer, erläuterte er. „Ich bin schwul, und ich bin glücklich, sehr glücklich sogar“, sagte der 33-jährige Wrestling-Superstar in einem Interview am Flughafen in Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit). Die Organisation World Wrestling Entertainment (WWE) begrüßte Youngs Bekenntnis.

„Die WWE ist stolz, dass Darren Young sich offen zu seiner Sexualität bekennt, und wird ihn weiterhin als WWE-Superstar unterstützen“, teilte die Organisation mit. Bei den Schaukämpfen, die besonders in den USA, Mexiko und Japan beliebt sind, werden dem Publikum spektakuläre Stunts geboten. Stärke und Männlichkeit stehen im Mittelpunkt - es gibt aber auch Frauen, die in Wrestling-Kämpfen gegeneinander antreten.

Homophobie gilt in der Sportart teilweise als Problem. Im Mai machte etwa der Wrestler Jay Briscoe mit homophoben Bemerkungen auf sich aufmerksam. Er würde jeden erschießen, der seinen Kindern beibringen wollte, dass gleichgeschlechtliche Ehen normal seien, schrieb Briscoe mehreren Wrestling-Portalen zufolge auf Twitter. Er reagierte damit auf ein Gesetz, das Schwulen und Lesben im US-Staat Delaware erlaubt, legal zu heiraten. Die Organisation Ring of Honor Wrestling (ROH), der Briscoe angehört, distanzierte sich später von den Tweets.

„Das ist ein sehr mutiger Zug von ihm“, sagte WWE-Weltmeister John Cena laut „TMZ.com“ über Youngs Bekenntnis und gratulierte seinem Kollegen zu der Entscheidung. Fans reagierten unterschiedlich. „Wir haben so wenige schwule Vorbilder im Wrestling, und jetzt haben wir einen neuen Helden“, schrieb ein Nutzer auf Twitter. „Ich unterstütze Darren Young, aber seine Karriere wäre ohne die Ankündigung besser dran. So ist das Leben“, teilte ein anderer User mit.

Bereits in den 1970er-Jahren thematisierte der Wrestler Adrian Street Homosexualität. Street, der sich den Spitznamen „Exotic“ gab, trat geschminkt, mit Zöpfen oder bunten Kostümen in den Ring und verhöhnte die Männlichkeit seiner Gegner, indem er sie im Kampf küsste oder mit Glitzer bedeckte. Obwohl die Auftritte auch als Verspottung Homosexueller gelesen werden konnten, war Steet eine der ersten schwulen Figuren im Ring, die vom Publikum als Gewinner gefeiert wurden.

dpa 

Screenshots aus WWE 12

Screenshots aus WWE 12

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