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Wyclef Jean hat Morddrohungen erhalten, weil er als Präsident für seine Heimat Haiti kandidieren will.

Wyclef Jean erhält Morddrohungen

Port-au-Prince - Der Musiker Wyclef Jean hat nach der Ankündigung seiner Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl in Haiti Morddrohungen erhalten. Er bleibt trotzdem im Land.

Das teilte der mit der Band “Fugees“ berühmt gewordene Hip-Hopper der Nachrichtenagentur AP am Dienstag in einer E-Mail mit. Man habe ihn aufgefordert, Haiti zu verlassen, schrieb Jean. Er sei daraufhin vorerst abgetaucht, halte sich aber weiter in dem Karibikstaat auf und warte nun auf eine Entscheidung der Wahlkommission, ob seine Kandidatur zugelassen werde. Am Freitag will die haitianische Wahlkommission mitteilten, welche der 34 Kandidaten endgültig zur Präsidentenwahl am 28. November zugelassen werden.

Am Montag hatten Dutzende seiner Anhänger vor dem Gebäude demonstriert, in dem die Wahlkommission tagte. Jean selbst berichtete vor Journalisten, er sei bedroht worden, deshalb wollte er sich an einen geheimen Ort in Haiti zurückziehen.

Haiti: Der Kampf ums Überleben

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Laut der haitianischen Verfassung dürfen sich um das Präsidentenamt nur Kandidaten bewerben, die in den fünf Jahren vor der Wahl in Haiti gelebt haben. Wyclef Jean lebt seit seinem neunten Lebensjahr in den USA, engagiert sich aber schon seit Jahren in seinem Heimatland. Vor fünf Jahren gründete er dort die Hilfsorganisation Yele, 2007 wurde er vom amtierenden haitianischen Präsidenten René Préval zum Ehrenbotschafter des Landes ernannt.

dapd/dpa

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