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Xavier Naidoo hat mit 21 Jahren seinen Vater verloren.

Schwieriges Verhältnis, früher Tod

Xavier Naidoo sang am Sterbebett seines Vaters

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München - Xavier Naidoo hat erstmals über seine Jugend, die schwierige Beziehung zu seinem Vater und dessen frühen Tod gesprochen. In der Vox-Dokumentation "Die Xavier-Naidoo-Story" kamen auch Freunde und Weggefährten zu Wort.

Xavier Naidoo berührt mit seinen Songs Millionen Menschen. Einst sang er auch seinem Vater vor - auf dem Sterbebett. Am Dienstagabend sprach der Sänger in der Vox-Dokumentation "Die Xavier-Naidoo-Story" erstmals über seine schwierige Beziehung zu seinem Vater und dessen frühen Tod. "Mein Vater war ein Heimkind und konnte seine Liebe nicht so richtig zeigen. Deshalb bin ich, glaube ich, auch Künstler geworden. Weil ich mir meine Anerkennung irgendwie anders abgeholt habe", verriet der 42-Jährige Moderatorin Jeannine Michaelsen.

Xavier Naidoo: "Meine Mutter hat damals neben ihm im Bett gelegen, neben dieser fast schon Leiche"

Erst als sein Vater im Sterben lag, konnte sich Xavier Naidoo durch die Musik mit ihm aussöhnen. Der damals 21-Jährige musste miterleben, wie sein Vater zunächst immer mehr abmagert, schließlich erblindet und dann stirbt. Er hatte jahrelang an Diabetes gelitten und dadurch einen Nierenschaden erlitten. Als er eines Tages die Dialyse verweigerte, gaben ihm die Ärzte nur noch drei bis vier Tage. "Er hat dann noch elf Tage gelebt", erzählt Xavier Naidoo. Über die Nacht, in der sein Vater starb, berichtet der Sänger: "Meine Mutter hat damals neben ihm im Bett gelegen, neben dieser fast schon Leiche." Er selbst habe ihm damals alle Lieder vorgesungen, die ihm in den Sinn kamen. "Mein Vater hätte glaube ich gerne noch was gesagt, aber er konnte nicht mehr sprechen. Ich habe gedacht, diese Nacht hat alles gut gemacht und ich habe bei der Beerdigung meines Vaters auch nicht weinen müssen."

Xavier Naidoo und Andreas Gabalier teilen ähnliches Schicksal

Xavier Naidoo kann sich mit Andreas Gabalier ein Duett vorstellen und möchte mit dem Österreicher in Zukunft zusammenarbeiten.

Die Erinnerung daran sei bei ihm vergangene Woche in der Vox-Sendung "Sing meinen Song – das Tauschkonzert" wieder hochgekommen, berichtet Xavier Naidoo am Dienstagabend. Dort hatte er das Lied "Amoi seg' ma uns wieder" von Andreas Gabalier gecovert. Der Österreicher erzählte daraufhin von seinem Vater, der sich 2006 das Leben nahm. Neben der Musik verbindet die beiden Sänger auch dieses ähnliche Schicksal. "Er ist ein Seelenbruder für mich geworden", sagte der 42-Jährige am Dienstag voller Anerkennung, nachdem Gabalier den Naidoo-Hit "Dieser Weg" gesungen hatte. Der Mannheimer ging aber noch weiter und stellte eine Zusammenarbeit mit dem 29-Jährigen in Aussicht. Gabalier wiederum lud Xavier Naidoo zu sich nach Österreich ein.

Kommende Woche werden bei "Sing meinen Song – das Tauschkonzert" Duette vorgetragen. Xavier Naidoo lobte die Sendung mit folgenden Worten: "Es gibt kaum noch Formate im deutschen TV, bei denen man einfach Musik hören kann. Da halte ich das Format für eine tolle Idee."

pie

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