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Microsoft-Gründer Bill Gates ist immernoch der reichste Mann der Welt - allerdings verlor er 18 Milliarden Dollar seines Vermögens.

Die reichsten Menschen der Welt

New York - Die Wirtschaftskrise hat auch unter den Superreichen Opfer gefordert.

Die Welt ist seit dem vergangenen Jahr um ein Drittel seiner Milliardäre ärmer. Von den verbliebenen 793 büßte jeder im Durchschnitt ein Viertel seines Reichtums ein, berichtet das US-Wirtschaftsmagazin “Forbes“ in seiner Ausgabe vom Donnerstag.

Statt 4,4 Billionen Dollar (2008) besitzen sie zusammen “nur noch“ 2,4 Billionen (1,8 Billionen Euro). Reichster Mann der Welt ist wieder Bill Gates. Der Microsoft-Gründer landete trotz heftiger Verluste mit einem Vermögen von 40 Milliarden Dollar (31,2 Milliarden Euro) auf Platz eins der “Forbes“-Liste.

Deutschland verlor fünf Milliardäre und ist mit 54 Superreichen vertreten. Unter den Top Ten sind die beiden Aldi-Brüder. Karl Albrecht (89) liegt trotz eines Verlusts von 5,5 Milliarden Dollar auf Platz sechs (21,5 Milliarden Dollar oder 16,8 Milliarden Euro). Sein Bruder Theo Albrecht (87) schaffte es auf Rang neun (18,8 Milliarden Dollar oder 14,7 Milliarden Euro). Deutschlands reichste Frau ist die BMW-Erbin Susanne Klatten (46) mit 10 Milliarden Dollar (7,8 Milliarden Euro).

Die Top 20 der reichsten Menschen der Welt

Weit mehr noch als in Deutschland schrumpfte das Vermögen der Spitzenverdiener in Russland und Asien. Die Zahl der russischen Milliardäre nahm um zwei Drittel ab und liegt jetzt nur noch bei 32. Auch Indiens Geldadel wurde ärmer und ist nur noch mit der Hälfte seiner bisherigen Namen auf der Liste zu finden. Als besonders krasses Beispiel für die Talfahrt der globalen Wirtschaft könnte der indische Investor Anil Ambani stehen. Er war mit einem Plus von 24 Milliarden Dollar der größte Gewinner des vergangenen Jahres und ist jetzt mit minus 31,9 Milliarden der größte Verlierer.

Dafür verbesserten sich die USA: Zehn der 20 weltweit Reichsten sind Amerikaner. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, der als Stadtvater das symbolische Gehalt von einem Dollar pro Jahr bezieht, gehört zu den wenigen, die trotz Krise mehr auf dem Konto haben. Der 67-jährige Medienmogul gewann 4,5 Milliarden Dollar dazu und landete mit insgesamt 16 Milliarden auf Platz 17.

Der legendäre US-Investor Warren Buffett (Berkshire Hathaway), der Gates 2008 von der Spitze verdrängt hatte, ist mit einem Besitz von 37 Milliarden Dollar in diesem Jahr der zweitreichste Mensch der Welt. Ihm folgt der vermögendste Lateinamerikaner, Carlos Slim Helu (35 Milliarden Dollar) aus Mexiko, auf Platz drei.

Der Gründer der Internetplattform Facebook, Mark Zuckerberg (24), fiel nach nur einem Jahr aus der “Forbes“-Liste heraus. Der jüngste Milliardär ist jetzt der 25-jährige Regensburger Albert Prinz von Thurn und Taxis, der mit 1,6 Milliarden Euro Platz 318 schaffte. Wie er hat etwa jeder Dritte aller Superreichen ihr Vermögen geerbt.

Die Milliardäre auf der “Forbes“-Liste kommen aus 52 Ländern, davon 359 aus den USA, 196 aus Europa, 130 aus Asien, 58 aus dem Nahen Osten und Afrika sowie 50 aus Lateinamerika. Die Liste gilt als zuverlässig. Die Zahlen basieren auf Recherchen der Redakteure und auf Schätzungen.

Von Gisela Ostwald und Carla R. Reissman, dpa

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