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Frank Zander serviert Gänsebraten.

Weihnachtsessen

Zander zeigt ein Herz für Obdachlose

Berlin - Seit fast 20 Jahren lädt der Sänger Frank Zander zu Weihnachten Obdachlose zum Essen ein. Auch in diesem Jahr unterstützte ihn dabei wieder allerlei Prominenz.

Der Sänger Frank Zander hat zu Weihnachten wieder Herz gezeigt. Zum 19. Mal lud er Obdachlose zum Festessen in ein Berliner Hotel ein. Gemeinsam mit anderen Prominenten servierte der 71-Jährige am Montag Gänsebraten mit Klößen und Rotkohl sowie Naschwerk. Rund 2800 Gäste kamen - zum Teil mit roten Zipfelmützen gekleidet - in das Hotel im Stadtteil Neukölln.

Unterstützung bekam Zander in diesem Jahr unter anderen von den Künstlern Peter Fox, Lou Bega, Mary Roos und Sera Lee. Auch Boxer Arthur Abraham, Entertainer Wolfgang Lippert, Schauspieler Herbert Köfer und Prinzessin Xenia von Sachsen halfen beim Servieren. Vertreter der Berliner Politik waren ebenfalls wieder als Helfer dabei - etwa Innensenator Frank Henkel (CDU) und Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD).

Zu seiner Motivation verriet Zander: „Ich lasse mich dabei vom christlichen Glauben leiten: Es ist Weihnachten, da sollte man nie aus dem Blick verlieren, dass man für andere da sein sollte“, sagte der wohltätige Sänger im Vorfeld der Aktion der „Berliner Zeitung“. „Es gibt eben diese Tradition, dass Berlin noch etwas anderes ist als dicke Hotels und Empfänge. Und diese Tradition pflege ich.“

Die Unterstützung für die Aktion sei „irre“, sagte Zander. „Mal ist da ein Taxifahrer, der mich umsonst mitnimmt und sagt: Das ist für die Obdachlosen. Mal steckt mir einer einen 50-Euro-Schein zu. Immer wieder höre ich von irgendwo: Bleiben Sie uns erhalten. Dann umarmt mich einer. Da kommen einem schon mal die Tränen.“

1995 veranstaltete Zander mit seiner Familie zum ersten Mal im Schloss Diedersdorf im Berliner Umland ein Weihnachtsessen für 300 Obdachlose. Inspiriert wurde er eigenen Angaben zufolge von US-Sänger Bruce Springsteen, der in seiner Heimat zur Präsentation seiner neuen CD einmal nicht die üblichen Promis und Pressevertreter eingeladen hatte, sondern die Ärmsten der Armen.

dpa

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