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Tausende Menschen trauerten am Montag um Mexikos Idol. 

Plötzlicher Tod von Juan Gabriel

Zehntausende erweisen Mexikos Musiklegende die letzte Ehre

Mexiko-Stadt - Der „Göttliche von Juárez“ war einer der beliebtesten Musiker Lateinamerikas. Zehntausende Menschen nehmen nun Abschied von dem Sänger und Komponisten Juan Gabriel.

Mexiko trägt Trauer: Zehntausende Menschen haben Abschied von dem beliebten Sänger und Komponisten Juan Gabriel genommen. Am Montag zogen sie andächtig durch den Palast der Schönen Künste in Mexiko-Stadt, wo die Urne mit der Asche des Musikers aufgestellt war. „Er hat uns seine Lieder und seine Liebe gegeben“, sagte María Gutiérrez. „Jetzt hinterlässt er uns sein Licht und sein unvergleichliches musikalisches Erbe.“

Das Kulturministerium rechnete bis Dienstag mit bis zu 750 000 Trauergästen. Schon am Wochenende hatten Zehntausende Menschen in Ciudad Juárez Abschied von ihrem Idol genommen und den „Göttlichen von Juárez“ in seiner Heimatstadt mit einem Konzert gefeiert.

Menschen harren stundenlang aus und trauern

Als die Asche von Juan Gabriel am Montag den Palast der Schönen Künste in Mexiko-Stadt erreichte, stimmte der Tenor Fernando de la Mora das Lied „Amor Eterno“ (Ewige Liebe) an, danach sang Aída Cuevas „Te lo pido por favor“ (Ich bitte dich), später stimmten Mariachis ein.

Vor dem Palast der Schönen Künsten legten die Fans Blumen und Fotos nieder. Stundenlang harrten die Menschen in der Schlange vor dem Eingang aus. Die Hommage wurde auf Großleinwänden in einem Park neben dem Gebäude übertragen. Zuletzt waren der Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez und der Schauspieler Mario Moreno alias „Cantinflas“ im Palast der Schönen Künste geehrt worden.

„Die Himmelspforten werden ihn mit seinen Liedern empfangen“, sagte Rosa Núñez, die mit Freunden Gabriels Hit „Abrázame muy fuerte“ (Umarme mich ganz fest) schmetterte. Luis Piedra, der aus Ciudad Juárez stammt, sagte: „Er wird immer in Juárez und in unseren Herzen weiterleben.“

Barack Obama bekundet Trauer zu Gabriels plötzlichem Tod

Gabriel war vor einer Woche im Alter von 66 Jahren in den USA an einem Herzinfarkt gestorben. Er war einer der beliebtesten Künstler Lateinamerikas. Sein Repertoire reichte von Boleros bis zur traditionellen mexikanischen Mariachi-Musik. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen „Amor eterno“ („Ewige Liebe“), „Hasta que te conocí“ („Bis ich Dich kennenlernte“) oder „Se me olvidó otra vez“ („Ich habe es wieder vergessen“). Er verkaufte rund 45 Millionen Alben und komponierte etwa 600 Lieder.

Juan Gabriel wuchs als Halbwaise in armen Verhältnissen auf. Mit 13 Jahren türmte der Jüngste von zehn Geschwistern aus dem Heim, um sein Glück als Künstler zu versuchen. In Mexiko-Stadt landete er vorübergehend wegen Diebstahls im Gefängnis, kam aber mangels Beweisen wieder frei. 1971 brachte er schließlich seine erste Schallplatte heraus: „No tengo dinero“ (Ich habe kein Geld).

Künstler wie Julio Iglesias und Plácido Domingo sangen seine romantischen Balladen. In diesem Jahr feierte „Juanga“, wie ihn seine Fans nennen, sein 45. Bühnenjubiläum. In Mexiko-Stadt gab er im Mai ein mehr als sechsstündiges Konzert, im mexikanischen Fernsehen lief kürzlich eine Serie über sein Leben. Zu seinem Tod kondolierten neben zahlreichen Schauspielern und Musikern sogar Mexikos Staatschef Enrique Peña Nieto und US-Präsident Barack Obama.

dpa

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