Zeitung: Auch Rolling Stones wollen EMI verlassen

London - Nach Paul McCartney und Radiohead wollen nun auch die Rolling Stones den kriselnden britischen Musikkonzern EMI verlassen. Frontmann Mick Jagger und der neue Eigentümer des Unternehmens, der Finanzinvestor Terra Firma, hätten sich bei einem Treffen nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, berichtete die Zeitung "The Times" unter Berufung auf Branchenkreise am Donnerstag.

Die Rolling Stones haben demnach einen 14-Millionen-Pfund-Vertrag über fünf Jahre, der im Mai ausläuft. Wahrscheinlicher Nachfolger sei der Musikkonzern Universal, falls EMI kein Gegenangebot mache. Ein EMI-Sprecher wies den Bericht zurück, es gebe keine Anzeichen, dass die Stones zu einer anderen Plattenfirma wechselten.

EMI hatte erst am Dienstag einen rigorosen Sparkurs und den Abbau von bis zu 2000 Stellen verkündet, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen schrieb. Eine Absage der Stones, die EMI nach Angaben der "Times" rund drei Millionen Pfund pro Jahr bringen, wäre ein weiterer Schlag ins Gesicht für das Label. Ex-Beatle Paul McCartney hatte das Label im Sommer verlassen und es als "langweilig" bezeichnet. Auf der Kippe stehen angeblich auch Verträge mit Künstlern wie Robbie Williams und Coldplay.

Terra-Firma-Chef Guy Hands wurde immer wieder vorgeworfen, nichts vom Musikgeschäft zu verstehen. Der Private Equity Fonds hatte EMI im Sommer übernommen.

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