Led Zeppelin begeistern bei Reunion-Konzert

London - Die legendäre britische Rockband Led Zeppelin hat mit ihrem ersten großen Live-Konzert seit fast drei Jahrzehnten in der Nacht zum Dienstag rund 20 000 Fans in echte Begeisterung versetzt.

Bei ihrer Show in Londons O2-Arena ließen die Altrocker kaum Wünsche offen - wenngleich sie in weiten Jeans und Hemden statt in ihren berühmt-berüchtigten hautengen Hosen und offenen Designerblusen von einst aufspielten.

Leadsänger Robert Plant schaffte zwar nicht mehr ganz die enormen Tonhöhen seiner Glanzzeit, aber die Gesangsleistung des 59-Jährigen war dennoch enorm. Er hatte auch die Songfolge zusammengestellt und natürlich - wie Plant sagte - mussten "gewisse Titel einfach dabei sein": Bei "Dazed And Confused" und "Stairway To Heaven" gerieten viele der Fans aus aller Welt in Verzückung. Um "Whole Lotta Love" ließen sich Led Zeppelin ganz zum Schluss eigens bitten.

Immer wieder löste die Band mit krachendem Sound und meisterhaften Soli Jubelrufe aus. "Alle unsere Wünsche haben sich erfüllt", sagte "Zep"-Enthusiast James Gabriel (48), der eigens mit seiner Tochter Anna (25) aus New York angereist war. "Für diese Show wären wir sogar über den Atlantik geschwommen."

Um die rund 20 000 Karten zum Preis von 125 Pfund (etwa 175 Euro) hatten sich im Internet fast 20 Millionen Fans beworben - unter ihnen auch Zehntausende aus Deutschland. Wer am Ende dabei sein konnte entschied eine Ticket-Lotterie. Vom ersten Song an - "Good Times, Bad Times" riss die Band ihre oft weit jüngeren Fans immer wieder von den Plätzen.

Der Erfolg des Konzerts gab den seit Tagen kursierenden Gerüchten Nahrung, dass Led Zeppelin nun nach dem Vorbild anderer Rock-Veteranen wie Police und Genesis eine Comeback-Tournee vorbereiten. Bislang wollten Leadsänger Plant, Gitarrist Jimmy Page (63) sowie der Bassist und Keyboarder John Paul Jones (61) ein solches Vorhaben nicht bestätigen.

Am Schlagzeug wurden die drei Gründungsmitglieder von Led Zeppelin von dem erstklassig trommelnden Jason Bonham (41) unterstützt. Der Drummer von Foreigner ist der Sohn des legendären Led-Zeppelin-Schlagzeugers John Bonham. Nach dessen Tod im Alkoholrausch hatte die Gruppe, die in den 70er Jahren als bedeutendste Rockband der Welt galt, sich 1980 aufgelöst.

Das Konzert gaben Led Zeppelin zu Ehren ihres im vergangenen Jahr gestorbenen großen Förderers Ahmet Ertegun, des Gründers der Plattenfirma Atlantic Records. Den Reinerlös spendet die Band für wohltätige Zwecke - darunter für den Ahmet Ertegun Education Fund, der Stipendien für Studenten aus Familien mit geringem Einkommen in Großbritannien, den USA und der Türkei bezahlt.

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