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Oscar Pistorius während seiner Verhandlung.

Zeuge hörte von Pistorius: „Alles in Ordnung“

Pretoria - Charakter und Verhalten von Oscar Pistorius stehen zum Ende der ersten Prozesswoche im Zentrum der Zeugenvernehmungen. „Alles ist in Ordnung“, soll er kurz nach der Tat gesagt haben.

Eine befremdliche Reaktion von Oscar Pistorius hat die Gerichtsverhandlung um die tödlichen Schüsse auf seine Freundin am Freitag beschäftigt. Der südafrikanische Profisportler habe kurz nach der Tat in der Nacht zum Valentinstag 2013 gesagt: „Alles ist in Ordnung“, zitierte der Wachmann Pieter Baba in Pretoria den Angeklagten. Allerdings habe Pistorius dabei geweint. Deshalb habe er geahnt, dass etwas geschehen sein müsse, sagte der Zeuge Baba.

Der Wachmann erklärte, dass er eine Stunde vor den Ereignissen am Haus von Pistorius vorbei gegangen sei und dabei keine Geräusche gehört habe. Andere Zeugen hatten berichtet, dass sie in den späten Abend- und Nachtstunden streitende, laute Stimmen aus dem Haus des Paralympics-Star gehört hatten.

Eine weitere Zeugin berichtete am Freitag von dem angeblich unachtsamen Umgang des Angeklagten mit Waffen. Kurz nachdem Polizisten am 30. September 2012 Pistorius' Wagen wegen zu hoher Geschwindigkeit kontrolliert hatten, habe der behinderte Profisportler zornig mit seiner Pistole durch das geöffnete Schiebedach einen Schuss abgegeben, sagte die frühere Freundin des Angeklagten, Samantha Taylor. Die 20-Jährige brach während ihrer Aussage mehrfach in Tränen aus.

Sie habe mit Pistorius 2012 Schluss gemacht, weil er sie mit - der später getöteten - Reeva Steenkamp betrogen habe, sagte Taylor. Auf die Frage des Staatsanwalt, ob Pistorius sich wie eine Frau anhöre, wenn er schreie, antwortete sie: Nein, „er klingt wie ein Mann“. Pistorius' Anwalt Barry Roux hatte zu Zeugen, die glaubten, in der Tatnacht eine Frau um Hilfe schreien gehört zu haben, gesagt, die Stimme des Angeklagten klinge in hoher Erregung wie die einer Frau.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Pistorius des Mordes. Der 27-Jährige sagt, er habe seine Freundin irrtümlich durch eine geschlossene Tür erschossen, weil er einen Eindringling im Haus wähnte und in Panik gewesen sei.

In den ersten Prozesstagen hatten Zeugen seine Darstellung infrage gestellt. Sie schilderten Schreie und Streit in seinem Haus vor den tödlichen Schüssen in der Nacht zum 14. Februar 2013. Der Profisportler hatte stets von einem harmonischen, friedlichen Abend gesprochen. Pistorius hatte am Donnerstag mehrfach die Fassung verloren, als ein Nachbar seine Eindrücke vom Tatort schilderte.

Baba war der neunte von 107 Zeugen der Anklage, der zum Ende der ersten Prozesswoche vernommen wurde. Das Verfahren wird von mehreren Fernseh- und Radiosendern direkt übertragen. Etwa 300 Journalisten aus aller Welt verfolgen den spektakulären Prozess.

dpa

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