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Der US-amerikanische Musicalsänger Oscar Loya (l) und der deutsche Produzent Alex Christensen vom Duo "Alex Swings Oscar Sings!" treten zusammen mit der Burlesque-Künstlerin Dita von Teese für Deutschland an.

Sorge vor Schwulen-Demos

Grand Prix: Dita von Teese ist zuversichtlich 

Moskau - Mit der Ankunft der Stripperin Dita von Teese in Moskau ist das für Deutschland antretende Trio vor dem Finale des Eurovision Song Contest (ESC) an diesem Samstag komplett.

Kurz nach ihrer Ankunft zeigte sich die US-Amerikanerin am Freitag auf einer Pressekonferenz mit dem Duo Alex Swings Oscar Sings! in der Olympia- Halle zuversichtlich. “Ich bin nicht hier, um Deutschland vor einer weiteren schlechten Platzierung zu retten - das schaffen die Jungs allein“, sagte die 36-Jährige. Sie tritt in dem Titel “Miss Kiss Kiss Bang“ gemeinsam mit dem Hamburger Produzenten Alex Christensen und US-Musicalsänger Oscar Loya auf. “Miss Kiss“ versprach eine “sexy Show“, bei der sie “nicht alles zeige“. “Es heißt “sex sells“, und wir wollen den grandiosen Song “Miss Kiss Kiss Bang“ doch gut verkaufen“, sagte von Teese, die sich wie Schneewittchen mit knallrot geschminkten Lippen und im knielangen Kleid präsentierte. Sie glaube aber nicht, dass ihre Strip-Show “zu heiß für den Grand Prix“ werde.

Die Edelstripperin Dita von Teese in Bildern

Die Edelstripperin Dita von Teese in Bildern

Dass sie als US-Amerikanerin in Moskau für Deutschland antrete, empfinde sie nicht als unpassend, sagte die Ex-Frau von Schockrocker Marilyn Manson. “Ich habe viele Freunde in Deutschland und lasse mich im Auftreten vom Berlin der 30er Jahre inspirieren“, sagte die Burlesque-Tänzerin. Nach Angaben des deutschen Delegationsleiters Ralf Quibeldey wird die Tänzerin zwar den ganzen Song über auf der Bühne sein. “Aktiv wird die Dame aber erst im letzten Drittel“, kündigte er an.

Dabei reite Dita von Teese unter anderem auf einem Sofa in Form eines Kussmundes. “Ich habe kein Lampenfieber, spüre aber eine nervöse Energie“, sagte das Glamourgirl in Moskau.

Das Halbfinale in Moskau

Eurovision Song Contest: Halbfinale in Moskau

Unterdessen wächst in Moskau die Sorge vor Gewalt gegen Schwule und Lesben bei deren traditionellen Feiern zum Eurovision Song Contest (ESC). Die Polizei verwies am Freitag auf das geltende Verbot für Homosexuellen- Demonstrationen. “Wir werden so vorgehen wie bei jeder anderen nicht erlaubten Veranstaltung“, kündigte ein Polizeisprecher in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax an. Dabei werde man sich “streng an die Gesetze“ halten. Bei früheren Kundgebungen von Schwulen und Lesben in Moskau kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei sowie Rechtsextremen und religiösen Fanatikern.

Ungeachtet des Verbots hat Russlands Schwulen- und Lesbenverband für den Tag des Finales eine Demonstration angekündigt, um auf die Einhaltung der Menschenrechte für Homosexuelle zu pochen. Doch auch die Moskauer Stadtverwaltung zeigt sich als Gastgeber des Grand Prix bei dessen Traditionen unnachgiebig. “Schwulen-Paraden hat es in der Vergangenheit in Moskau nicht gegeben und wird es auch in der Zukunft nicht geben“, teilte ein Sprecher von Bürgermeister Juri Luschkow mit. Ein Teil der zu tausenden nach Moskau gereisten ESC-Fans will am Samstagnachmittag dennoch vor dem Finale an einer schwul-lesbischen Veranstaltung im Moskauer Zentrum teilnehmen.

Moskauer Medien warnen deshalb sogar vor einer Verschwörung von Schwulen und Lesben. Auch die möglichen Versammlungsorte der im russischen Sprachgebrauch “sexuellen Minderheiten“ sorgen im Vorfeld für Erregung. Ein Treffen am Puschkin-Platz ziehe das Andenken des bedeutendsten russischen Dichters Alexander Puschkin (1799-1837) in den Schmutz. Auch der alternative Sammelpunkt im Alexandergarten an der Kremlmauer dient den Medien als Aufreger. “Da steht doch die Ehrengarde am Ewigen Feuer“, entrüstete sich das Boulevardblatt “Komsomolskaja Prawda“ mit Hinweis auf die Weltkriegs-Gedenkstätte.

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