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Startenor José Careras tritt nicht mehr auf der Opernbühne auf.

Startenor José Carreras beendet Opernkarriere

London/Madrid - Der Startenor will in Zukunft nur noch Konzerte geben, die seinen Bedürfnissen angepasst sind. Opernauftritte seien zu anstrengend, sagte Carreras.

Rund 51 Jahre nach seinem ersten Auftritt hat der spanische Startenor José Carreras das Ende seiner Opernkarriere angekündigt. Den körperlichen Strapazen einer Bühnenrolle sei er nicht mehr gewachsen, vertraute der 62-jährige Sänger der britischen Zeitung “The Times“ an.

Er wolle sich künftig auf Konzerte beschränken. “Wenn das Repertoire meinen Bedürfnissen angepasst wird, ist das kein Problem“, sagte Carreras, der 1988 eine lebensgefährliche Leukämie-Erkrankung überstanden hatte. “Meine Opernkarriere aber ist vorbei - es sei denn, die Umstände verbessern sich.“

Zur Zeit gibt der Sänger jährlich etwa 50 Konzerte. Den großen internationalen Durchbruch schaffte Carreras 1990 als jüngstes Mitglied der “drei Tenöre“, zu denen auch sein Landsmann Plácido Domingo und der 2007 gestorbene Italiener Luciano Pavarotti gehörten. Das Trio hatte sich anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Italien gebildet. “Ohne überheblich sein zu wollen: Wir waren damals die populärsten Tenöre der Welt“, sagte der 62-Jährige. Als Nachfolger könne er sich für ein ähnliches musikalisches Phänomen den Münchner Tenor Jonas Kaufmann oder den Peruaner Juan Diego Flórez vorstellen. “Sie müssen es aber wollen. Und dann muss auch noch die Chemie stimmen.“

Carreras war erstmals 1958 als Elfjähriger aufgetreten. In der Liceo-Oper seiner Geburtsstadt Barcelona spielte er eine Kinderrolle in Manuel de Fallas “El retablo de Maese Pedro“ (Meister Pedros Puppenspiel). Später wurde er von der großen spanischen Sopranistin Montserrat Caballé gefördert. 1976 holte Herbert von Karajan Carreras dann zu den Salzburger Festspielen. “Er hat mich geformt wie ein Stück Lehm“, sagte er nun der “Times“. Kommende Woche wird Carreras bei der Vergabe der Classical Brit Awards in der Londoner Royal Albert Hall für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

dpa

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