„Ihr solltet euch schämen“

Zu dick für einen Job? Topmodel postet Oben-ohne-Foto, um das Gegenteil zu beweisen

Nina Agdal, Ex-Freundin von Hollywood-Superstar Leonardo di Caprio, bekam eine Absage von einem Modemagazin und reagierte darauf souverän.

Los Angeles - Ein Foto, wie man es aus den einschlägigen Mode-Magazinen kennt: Das dänische Model Nina Agdal (25) trägt eine Jeans und sonst nur einen roten Lippenstift. Der Bauch ist flach. Der Blick professionell, kühl und ein wenig lasziv. Doch das Verrückte daran ist: Dieses Foto wurde aussortiert. Wegen Übergewichts!

In einem langen Statement auf Instagram machte die 25-Jährige diese Geschichte nun öffentlich.

Today, I’m disappointed and appalled at the still very harsh reality of this industry. A few months ago, I agreed to shoot with a creative team I believed in and was excited to collaborate with. When my agent received an unapologetic email concluding they would not run my cover/story because it “did not reflect well on my talent” and “did not fit their market,” the publisher claimed my look deviated from my portfolio and that I did not fit into the (sample size) samples, which is completely false. If anyone has any interest in me, they know I am not an average model body - I have an athletic build and healthy curves. After a tough year of taking a step back from the insensitive and unrealistic pressures of this industry and dealing with paralyzing social anxiety, I walked into that shoot as a 25 year old WOMAN feeling more comfortable in my own skin and healthier than ever before. Some days I’m a sample size, some days I’m a size 4, some a 6. I am not built as a runway model and have never been stick thin. Now more than ever, I embrace my curves and work diligently in the gym to stay strong and most of all, sane. I am proud to say that my body has evolved from when I started this crazy ride as a 16 year old GIRL with unhealthy and insufficient eating habits. So, shame on you and thank you to the publisher for reaffirming how important it is to live your truth and say it out loud, no matter who you are or what size. I decided to release an image to draw awareness and support of an issue that's bigger than just myself and affects so many people not just in the fashion industry, but in general, with the goal of bringing women from all over together in a celebration of our bodies. Let's find ways to build each other up instead of constantly finding ways to tear each other down. #bodyshaming #bodyimage #selfimage #dietculture #mybodymybusiness

Ein Beitrag geteilt von Nina Agdal (@ninaagdal) am

Ein namentlich nicht genanntes Magazin habe ihr eine Absage für dieses Bild sowie für weitere Portraits dieser Fotostrecke erteilt, weil sie angeblich nicht in die Designer-Outfits gepasst hätte.

Zu dick für Sample-Size?

„Als mein Agent eine unmissverständliche E-Mail bekam, wonach sie meinen Titel/meine Story nicht bringen können, weil es ‚ein schlechtes Licht auf mich werfen‘ und ‚nicht in deren Zielgruppe passen‘ würde, behauptete der Herausgeber, dass mein Aussehen von dem in meinem Portfolios abweiche und ich nicht in die Musterklamotten der Sample-Size passen würde, was komplett falsch ist,“ so Agdal auf Instagram. 

Agdal mag ihre Kurven und ihren Körper

Agdal schreibt weiter und spricht damit vielen Frauen aus der Seele:

“An manchen Tagen passe ich in eine Sample-Size, an anderen Tagen bin ich eine 4 oder 6 (entspricht in Deutschland 36 bzw. 38, Anm. d. Red). Ich bin nicht wie ein Laufsteg-Model gebaut und war noch nie superdünn. Inzwischen mag ich meine Kurven mehr denn je und arbeite hart daran, stark und vor allem geistig gesund zu bleiben. Ich bin froh, sagen zu können, dass sich mein Körper seit Beginn dieser verrückten Reise des Modeldaseins von den ungesunden Essengewohnheiten weg entwickelt hat.”

Es kommt nicht auf die Größe an

Im Text greift Agdal weiter die Verleger des Magazins an und kann dem Skandal sogar noch etwas Positives abgewinnen:

„Ihr solltet euch also schämen. Ich möchte mich trotzdem bei dem Verleger dafür bedanken, dass ich dadurch erneut bemerkt habe, wie wichtig es ist, seine Stimme zu erheben und seine Geschichte zu erzählen – ganz egal, welche Größe man trägt.”

Aufbauen statt Fertigmachen

Sie habe sich dazu entschieden, „in Form dieses Bildes zu zeigen, dass dieses Problem größer ist als wir selbst – und sich über die gesamte Modebranche und darüber hinaus erstreckt und sehr viele Menschen betrifft. Aber vor allem ist das Ziel, einen Weg zu finden, uns gegenseitig aufzubauen anstatt uns zu zerreißen und unsere Körper zu feiern.“

Über 133.000 Likes sprechen für sich und zeigen, dass das Model ausspricht, was vielen Frauen offenbar auf dem Herzen liegt. Ihr Statement ermutigt, seine Stimme bei Ungerechtigkeiten zu erheben und Missstände anzuprangern. Das Vertrauen ihrer Fans ist ihr in jedem Fall sicher. In einem neuen Video bedankt sich die schöne Dänin bei ihren Fans für soviel Zuspruch und Unterstützung in dieser Sache und hofft, dass in der Zukunft die Menschen wieder menschlicher miteinander umgehen und ihre Körper akzeptieren und lieben, wie sie sind.

mm/tz

Darf es etwas mehr sein:

Video: Glomex

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