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9-Euro-Ticket: Steigt Streeck trotz Corona in eine überfüllte U-Bahn? „Darauf gibt es zwei Antworten“

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Von: Franziska Schwarz

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Hendrik Streeck im n-tv-Interview
Hendrik Streeck im n-tv-Interview © Screenshot: n-tv

Im öffentlichen Nahverkehr könnte es wegen des 9-Euro-Tickets eng werden. Könnte das eine neue Corona-Welle schon im Sommer bedeuten? Der Virologe Streeck wägt ab.

Berlin - Das deutsche Drei-Monats-Experiment läuft: Der Nahverkehr ist so billig wie nie. Die Züge zu beliebten Ausflugszielen dürften voll werden. Corona ist aber nicht weg. Wird das 9-Euro-Ticket zum Beschleuniger der nächsten Welle?

Hendrik Streeck wiegelte nun im Gespräch mit n-tv ab. Zwar rate er als Virologe noch immer zur Vorsicht. Doch die meisten Menschen hätten nun eine Corona-Impfung. Natürlich bestehe in Bahnen und Bussen weiter die Gefahr einer Ansteckung, aber das sei „ein Risiko mit dem wir sehr gut umgehen können“, sagte der Virologe. Vor allem, wenn man eine Maske trage.

Aber sieht es denn in überfüllten Zügen aus, hakte die Moderatorin nach. Stiege Streeck persönlich da auch zu? „Darauf gibt es zwei unterschiedliche Antworten“, meinte der. Aus virologischer Sicht würde er sich auch hinein begeben - „aber ob ich mich dann auch wohlfühle, das ist eine ganz andere Frage - da würde ich vielleicht auf die nächste Bahn warten oder mich anders fortbewegen“.

Neue Corona-Variante BA.5: Streeck schätzt Immunflucht als „leicht“ ein

Für wie gefährlich hält Streeck die neue Omikron-Untervariante? BA.5 lässt in Portugal die Corona-Fallzahlen gerade wieder ansteigen. Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery warnte vor der Mutation, Streeck indes sagte, der Erreger zeige eine Entwicklung „die wir schon die ganze Zeit gesehen haben“: Er ist leichter übertragbar und wird vom Immunsystem nicht mehr so gut erkannt - Streeck bescheinigte BA.5 allerdings, dass seine Immunflucht „leicht“ sei. „Daher sehe ich hier keinen Grund, wieder auf Alarmmodus zu schalten, sondern das beobachten wir und werden auch im Herbst und Winter damit umgehen können.“

Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP hatten sich am 24. März angesichts der hohen Energiepreise auf ein Entlastungspaket geeinigt. Es umfasst neben dem 9-Euro-Ticket auch eine 300-Euro-Energiepreispauschale, einen Tankrabatt sowie einen Kinderbonus. (frs)

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