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„Tödlichstes Tier der Welt“ fällt über Mannheim her

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Von: Nadja Pohr

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Ein Mensch kratzt sich an seinen auf dem Arm verteilten Mückenstichen (Symbolbild).
Immer häufiger wird die Asiatische Tigermücke auch in Mannheim entdeckt. Die Stadt ruft die Bürger deshalb zur Jagd auf (Symbolbild). © Andrea Warnecke/picture alliance/dpa

Die Stadt Mannheim kämpft gegen die gefährliche Asiatische Tigermücke und hat seine Bürger dazu aufgerufen, bei der Bekämpfung der Tiere mitzuhelfen.

Mannheim - Microsoft-Chef Bill Gates hatte bereits 2014 vor dem „tödlichsten Tier der Welt gewarnt“: Die Asiatische Tigermücke. Die Mückenart gilt als Hauptüberträger des gefährlichen Dengue-Fiebers, bei dem der Körper mit grippeähnlichen Beschwerden sowie Fieber bis zu 40 Grad Celsius reagiert. Aufgrund des Klimawandels breitet sich die gefährliche Tigermücke aus den Tropen mehr und mehr in unserer Region aus.

Die Moskitos nahmen in den vergangenen Jahren in Baden-Württemberg zu und weiteten sich auf die Gebiete aus. Unter anderem wurde die Asiatische Tigermücke in der Landeshauptstadt Stuttgart oder im Kreis Ludwigsburg entdeckt. Aber auch über Heilbronn ist das „gefährlichste Tier der Welt“ bereits hergefallen. Nun hat auch die Stadt Mannheim mit einer Tigermücken-Plage zu kämpfen.

Asiatische Tigermücke fällt über Mannheim her - Stadt bittet Bürger bei der Bekämpfung um Mithilfe

In den vergangenen Jahren wurde in der Region rund um Mannheim bereits häufiger Tigermücken festgestellt. Ob das Tier in einem Gebiet bereits heimisch ist, will Mannheim mit der Unterstützung seiner Bürger feststellen. Die Stadt hat bereits in vergangenen Jahren alle Mannheimer zur Mithilfe bei der Bekämpfung aufgerufen, indem sie potenzielle Asiatische Tigermücken persönlich oder per Post an den Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt übermitteln, wie MANNHEIM24 berichtet.

Das Mannheimer Gesundheitsamt hofft auch in diesem Jahr, dass sich die Bürger wieder an der Jagd nach den Tigermücken beteiligen. Seit 2016 sind dort bisher rund 50 Exemplare verschiedener Mücken- oder anderer Insektenarten zur Überprüfung eingesendet worden. Eine Tigermücke war darunter jedoch noch nicht zu finden. Für die Wissenschaftler ist es wichtig, schon kleine Populationen zu lokalisieren und einzudämmen. Nur dadurch kann verhindert werden, dass sich die gefährliche Mückenart in Mannheim ansiedelt.

Tigermücke wird häufig mit einheimischen Insektenarten verwechselt

Es ist weiterhin nicht auszuschließen, dass die Asiatische Tigermücke in Mannheim heimisch ist. Allerdings wird das gefährliche Tier auch häufig mit der einheimischen Ringelschnacke verwechselt. Beide Mückenarten besitzen eine Tigerung. Bei der Asiatischen Tigermücke ist diese jedoch stärker ausgeprägt. Darüber hinaus ist sie auch wesentlich kleiner als die Ringelschnake.

Das laut Bill Gates „gefährlichste Tier der Welt“ gilt nicht nur als Überträger für das Dengue-Fieber, sondern auch weiterer Virusvarianten. Das Risiko, dass sich weitere Krankheiten ähnlich wie das Coronavirus in Baden-Württemberg schlagartig ausbreiten, sei derzeit aber noch sehr gering, äußerte Christiane Wagner-Wiening vom Landesgesundheitsamt. Interessant wird bei weiteren Vorgängen jedoch sicherlich sein, ob die Asiatische Tigermücke in Mannheim irgendwann nachgewiesen wird.

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