Dieses mystische Tal lockt jährlich tausende Wanderer in den Osten Baden-Württembergs

Wandern steht bei vielen Familien gerade im Sommer hoch im Kurs. Eine der beeindruckendsten Felsformationen der Schwäbischen Alb bietet Abwechslung, Spannung und Abenteuer im „Sagenhaften Albuch“.
Steinheim/Bartholomä/Essingen – Wanderwege gibt es viele. Die Schwäbische Alb hält neben dem als schönsten Wanderweg Deutschlands ausgezeichneten „Albschäferweg“ aber noch einiges mehr an Wanderperlen bereit. Unsere Redaktion hat sich deshalb auf eine Tour zwischen verwunschenen Waldpfaden, imposanten Felsformationen und einem Abenteuerspielplatz im mystischen Wental begeben. Übrigens: Das sind fünf der schönsten Radwege auf der Schwäbischen Alb.
Ausgangspunkt des vierstündigen Rundwegs mit einer Gesamtlänge von rund zehn Kilometern ist der Wanderparkplatz Hirschtal am Ortsausgang von Steinheim am Albuch Richtung Neuselhalden. Ausgehend vom Parkplatz führt der Weg nach links in den Wald vorbei am Hirschfelsen über die Rauhe Steige bis zur Feldinsel Klösterle. Danach geht es weiter zum Forsthaus Bibersohl. Kurz vor Bibersohl zweigt der Weg nach rechts ab ins Wental. Eine erste Rast lässt sich dort im Landhotel Wental machen.
Mystische Felsformationen prägen das Wental
Von dort aus überquert man die Straße und erblickt nach wenigen Gehmetern den atemberaubenden Anblick des Felsenmeers. Die imposanten Felsformationen sind vor mehr als 150 Millionen Jahren aus dem Flussbett des Wedel entstanden. Mit dem Rückzug des Jurameers und der damit verbundenen Verkarstung der Schwäbischen Alb hatte sich der Wedel bis hin zu seiner Versickerung in das Gestein gefressen. Übrig geblieben sind die Dolomitfelsen, die sich nahezu über das gesamte Wental erstrecken.
Aufgrund ihres Aussehens haben einige der Felsen auch eigene Namen erhalten. So begegnet man dort unter anderem der „Sphinx“ oder dem „Nilpferd“. Heute ist das Felsenmeer ein beliebtes Ausflugsziel. Die Felsformationen, in denen sich zum Teil kleine Höhlen befinden, laden zum Klettern ein. Von den Felsgipfeln bietet sich ein wunderbarer Blick über die Schönheit des Felsenmeers.
Das Sage um das Wentalweible
Zurück am Landhotel Wental führt der Weg nach links über einen Schotterweg durch ein verwunschenes Wäldchen. Auch hier begegnen einem immer und immer wieder die Dolomitfelsen, umgeben von Bäumen. Auf dem Weg hinunter ins Gnannental steht man plötzlich vor einem rund 20 Meter hohen Fels mit Gipfelkreuz: Dem Wentalweible, das zugleich das Wahrzeichen des Wentals ist.
Der Sage nach lebte einst eine kaltherzige und geizige Krämerin in Steinheim. Auch in Zeiten der Not soll sie ihre Kunden betrogen haben. Eines Tages, so heißt es, geriet sie in ein Unwetter. Vom Blitz getroffen, soll sie in Stein verwandelt worden sein. Noch bis heute soll sie in der Nacht des 30. November, der Andreasnacht, durchs Wental spuken.
„Drei Vierling send koi Pfond, drei Schoppen ischt koi Mauß. Ei, ei, ei und au, au, au, o hätt i no dees Deng ne dau no müaßt i net em Wental gau.“
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Abenteuerspielplatz mit Niedrigseilgarten und Grillstelle
Weiter geht die Wanderung: Angekommen im Gnannental erstreckt sich ein weitläufiger Abenteuerspielplatz mit Niedrigseilgarten und Grillstelle, der zum Verweilen und einer letzten Rast einlädt. Über den interaktiven Wentallehrpfad mit Schluchtdurchquerung und Balancierstationen geht es schließlich zurück zum Ausgangspunkt im Hirschtal.
Der Rundweg ist ein idealer Tagesauflug für Familien mit Kindern, auf dem es an allen Ecken und Enden etwas zu entdecken gibt. Übrigens wurde das Wental aufgrund der Vielzahl und der zum Teil seltenen Tier- und Pflanzenarten zum Naturschutzgebiet erkoren.