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Kommunen sollen bei Haustieren aus der Ukraine helfen

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Tierrettung
Ein Hund, der aus der Ukraine gerettet wurde, sitzt in einer Box. © Sebastian Gollnow/dpa

Manche Menschen flüchten mit ihrem Haustier vor dem Krieg in der Ukraine - doch in baden-württembergischen Notunterkünften können sie nicht immer zusammenbleiben. Das muss sich ändern, fordert die oberste Tierschützerin des Landes.

Stuttgart - Auf der Flucht aus ihrer vom Krieg zerstörten oder durch Angriffe bedrohten ukrainischen Heimat haben viele Menschen auch ihre Tiere mit dabei. Deutschland hat wie andere europäische Länder zwar die Einreisebedingungen für die tierischen Begleiter gelockert - in den Notunterkünften werden sie aber allenfalls geduldet. Wenn nicht, müssen sie zunächst ins Tierheim umziehen. Fluchtunterkünfte müssten deshalb von den Kommunen so ausgestattet werden, dass zumindest verträgliche Haustiere mit überprüftem Gesundheitsstatus bei ihren Besitzern bleiben dürfen, fordert die baden-württembergische Landestierschutzbeauftragte Julia Stubenbord.

„Die Geflüchteten haben durch den Krieg teilweise traumatische Erfahrungen gemacht und alles verloren“, sagte Stubenbord am Donnerstag. „Die Haustiere sind oft alles, was ihnen noch aus der Heimat bleibt.“ Sie gehörten für die meisten ebenso zur Familie und seien eine wichtige Stütze. Tierheime seien allerdings für die Tiere eine fremde Umgebung. Viele Heime suchten auch nach Zimmern oder Wohnungen für ukrainische Geflüchtete mit ihren Tieren, darunter die Tierheime in Karlsruhe und Heidelberg.

Der Landestierschutzverband in Baden-Württemberg bemängelt zudem, es gebe regional unterschiedliche Aufnahmekapazitäten in den Tierheimen. Zum Teil sei bereits jetzt kein Platz mehr und die Quarantänestationen seien ebenfalls oft belegt. dpa

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