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Luftqualität in Kurorten soll in Echtzeit erfasst werden

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Die aktuelle Luftqualität in heilklimatischen Kurorten soll samt Prognose künftig im Internet zu finden sein. Los geht es mit einem Pilotprojekt in Hinterzarten (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) und Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis), wie die Heilbäder und Kurorte Marketing GmbH Baden-Württemberg und der Technologiekonzern Bosch am Freitag mitteilten.

Hinterzarten - Langfristig sollen alle heilklimatischen Kurorte im Schwarzwald mit der entsprechenden Technik ausgerüstet werden.

Mit Hilfe einer von Bosch entwickelten Luftqualitätsmessbox werden neben Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck auch Ozon-, Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Werte gemessen. Die Daten werden den Angaben nach grafisch aufbereitet. Sie sollen dann auf der Internetplattform „mein.toubiz“, den Internetseiten der Orte und der Homepage der Heilbäder und Kurorte Marketing GmbH als Luftqualitätsindex zu finden sein. Auf Basis der Daten lasse sich eine Vorhersage für bis zu fünf Tage errechnen. Dabei werde unter anderem der Einfluss von Großwetterlagen berücksichtigt.

„Ein Traum wäre es, wenn wir auf Grund der Datenreihen Prognosen für die Ausübung spezieller Sportarten in den dafür besten Gebieten und Tageszeiten entwickeln könnten“, sagte der Präsident des Heilbäderverbandes, Fritz Link, laut Mitteilung. „Damit würden unsere Gäste und Einwohner konkrete Empfehlungen für den gesündesten Aufenthalt in Kombination mit der geeignetsten Sportart erhalten.“

Die Luftgütemessboxen können den Angaben nach gekauft oder für rund 5000 Euro pro Jahr geleast werden. Die Kosten für das Pilotprojekt Hinterzarten und Bad Dürrheim übernehme der Heilbäderverband. Kurorte müssten bislang alle zehn Jahre eine Prüfung der Luftqualität durch den Deutschen Wetterdienst absolvieren. dpa

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