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Matarazzo bleibt trotz weiterer Rückschläge optimistisch

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Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo
Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo gibt vor einem Spiel ein Interview. © Silas Stein/dpa/Archivbild

In Leverkusen muss der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart Abwehrchef Waldemar Anton und Torjäger Sasa Kalajdzic ersetzen. Trotz der prekären Lage verliert Trainer Pellegrino Matarazzo seinen Optimismus aber nicht.

Stuttgart - Mittlerweile ist es fast schon zur Gewohnheit geworden. Seit Wochen muss Trainer Pellegrino Matarazzo vom abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart darüber sprechen, wie er mit Rückschlägen umgeht. Das große Verletzungspech, das zu selten kompensiert werden konnte, und eine inzwischen sechs Spiele andauernde Sieglos-Serie haben den VfB in eine prekäre Lage gebracht.

Als sei das 2:3 gegen Eintracht Frankfurt, bei dem sich die Schwaben zwei Mal zurückgekämpft hatten, nicht schon bitter genug gewesen, erreichen den verunsichert aufspielenden Tabellenvorletzten vor dem Duell an diesem Samstag bei Bayer Leverkusen (18.30 Uhr/Sky) die nächsten schlechten Nachrichten. Abwehrchef Waldemar Anton und Torjäger Sasa Kalajdzic fallen aus. Dabei hatte Anton im Heimspiel gegen die Hessen nach 518 torlosen Minuten die längste Flaute der Stuttgarter in der Bundesliga beendet und auch Kalajdzic war zum ersten Mal in dieser Saison erfolgreich gewesen.

Der Innenverteidiger wurde unter der Woche jedoch positiv auf das Coronavirus getestet und Kalajdzic, der wegen Covid-19 und einer Schulterverletzung erst fünf Spiele in dieser Spielzeit absolvieren konnte, erlitt sowohl im Duell gegen die Eintracht als auch im Training einen Schlag auf die Wade, bestätigte Matarazzo.

Wer einspringen wird, ließ der Coach am Donnerstag offen. Mit Atakan Karazor, Pascal Stenzel und Roberto Massimo in der Defensive sowie Alexis Tibidi, Sporting-Lissabon-Leihgabe Tiago Tomás und den Rückkehrern Omar Marmoush (Afrika-Cup) und Tanguy Coulibaly (Fußverletzung) in der Offensive gibt es aber zahlreiche Optionen. „Entscheidend ist für mich, wer bereit ist“, machte Matarazzo klar.

Er selbst habe eine Nacht gebraucht, um wieder in den Angriffsmodus zu schalten. „Es ist eine gute Frage, woher ich jedes Mal die Kraft nehme“, sagte Matarazzo. „Vielleicht liegt es an meiner Persönlichkeitsstruktur und auch an der Erziehung. Ich denke lösungsorientiert und bringe einen gewissen Optimismus mit.“

Trotzdem stellt sich die Frage, wie lange er es schafft, diese positive Ausstrahlung beizubehalten. Immerhin wird der Coach von den Fans ebenso gestützt wie vom Vorstand und der sportlichen Leitung. Das helfe, um in Ruhe arbeiten zu können, sagte Matarazzo, der nicht zur Diskussion steht. Hoffnung gebe ihm außerdem die Tatsache, dass die Begegnung gegen „die Mannschaft der Stunde“, wie der 44-Jährige die seit vier Spielen ungeschlagenen und auf Champions-League-Kurs liegenden Leverkusener bezeichnet, beim Stand von 0:0 beginnen würde.

Sollte eine weitere Niederlage folgen und der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze, der aktuell vier Punkte beträgt, anwachsen, muss sich der Coach aber mit dem nächsten Rückschlag befassen. Um das zu verhindern, verlangt er von seiner Mannschaft Haltung. „Man braucht kein Selbstvertrauen, um leidenschaftlich zu verteidigen“, sagte Matarazzo, der verspricht: „Wir werden kämpfen.“ dpa

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