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„Mehr als ärgerlich“: Impfstelle schließt nach Einbruch

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Einbrecher stehlen Impfstoff
Ein Schild weist auf die vorübergehende Schließung einer Impfstelle hin. © Simon Adomat/VMD-Images /dpa

Impfstoff, Spritzen, Etiketten: Einbrecher haben im Landkreis Göppingen Vorräte aus einer Corona-Impfstelle gestohlen. Impfwillige müssen sich deshalb nun gedulden. Der Ärger beim Landrat ist groß.

Eislingen - Weil Einbrecher die Impfstoff-Vorräte für die kommenden Tage gestohlen haben, muss eine Impfstelle in Eislingen (Landkreis Göppingen) vorerst schließen. Erst am Dienstag könnten dort voraussichtlich wieder Menschen gegen Corona geimpft werden, teilte das Landratsamt Göppingen am Freitag mit. Auch eine Notfallpraxis in Geislingen an der Steige habe wegen des Diebstahls weniger Impfdosen zur Verfügung, am Wochenende würden dort deshalb keine Erst- oder Boosterimpfungen verabreicht.

„Rund 700 Dosen Biontech sind weg“, sagte der Vorsitzende der Kreisärzteschaft Göppingen, Frank Genske, der „Südwest Presse“. Die Diebe hätten es „gezielt auf den Impfstoff abgesehen“ gehabt. Polizeiangaben zufolge waren die Einbrecher zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen in das Gebäude der Impfstelle eingedrungen und hatten dort neben Impfdosen auch Etiketten und Spritzen gestohlen. Wie die Täter ins Gebäude kamen, war am Freitag zunächst unklar.

„Das ist mehr als ärgerlich und kostet viele Menschen eine kurzfristige Impfung“, sagte der Göppinger Landrat Edgar Wolff (Freie Wähler). „Umso größer ist für uns aber jetzt der Ansporn, möglichst schnell möglichst vielen Menschen Impfungen zur Verfügung zu stellen.“ Dabei sei man im Landkreis „auf einem guten Weg“.

Ebenfalls in der Nacht auf Freitag entwendeten Einbrecher Polizeiangaben zufolge aus einem Vereinsheim in der Nähe der Impfstelle Schnelltests und Schutzmasken. Die Polizei in Eislingen ermittelt. dpa

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