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Narren starten schwäbisch-alemannische Fastnacht

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Narren schnellen Fasnacht ein
Der Hänseler Nico Schulz schnellt mit seiner Karbatsche die fünfte Jahreszeit ein. © Felix Kästle/dpa

Die Narren in Baden-Württemberg sind am Dreikönigstag traditionell in die Hochphase der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gestartet. Wegen der Corona-Pandemie fielen große Veranstaltungen zwar aus. Vereinzelt hielten einige Vertreter aber das Brauchtum am Leben. So schnellten sie etwa in Markdorf am Bodensee zum Auftakt mit Karbatschen (Peitschen) die „fünfte Jahreszeit“ ein.

Markdorf - Auch einige Schaulustige beobachteten das Spektakel am Donnerstag in der Innenstadt. Die offizielle Veranstaltung hatte die Narrenzunft abgesagt.

Die Fastnacht im Südwesten startet deutlich später als der Karneval etwa in dessen Hochburgen Mainz, Köln und Düsseldorf, wo die Saison schon am 11. November beginnt. Auch sind hierzulande traditionellere Verkleidungen zu sehen: Zum „Häs“ (Kostüm) tragen die Narren oft kunstvoll geschnitzte Masken, „Larven“ oder „Schemen“ genannt. Statt „Helau“ und „Alaaf“ lautet der Narrenruf „Narri-Narro“.

Welche närrischen Aktionen in der Zeit vom „Schmotzigen Dunschtig“ bis Aschermittwoch trotz Pandemie möglich sein werden, wird sich erst noch zeigen - abhängig etwa von der Ausbreitung der Omikron-Variante des Virus. Der Präsident der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), Roland Wehrle, hatte vor kurzem gesagt, kommende Woche sei dazu ein Gespräch mit Vertretern aus dem Sozial- und aus dem Innenministerium geplant. Er ging davon aus, dass alle größeren Veranstaltungen mit hohem organisatorischen und finanziellen Aufwand abgesagt werden. Wer kleiner feiere, werde das vermutlich nicht groß bewerben, damit nicht aus der Region viele Zuschauer dorthin kämen.

Die 1924 gegründete VSAN mit Sitz in Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis) ist eine der ältesten Narrenvereinigungen Deutschlands. In ihr sind 68 Narrenzünfte aus den Regierungsbezirken Freiburg, Tübingen und Stuttgart, dem bayerischen Regierungsbezirk Schwaben sowie fünf Kantonen in der Schweiz zusammengeschlossen. dpa

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