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Unfall mit neun Schwerverletzten: Polizei spricht von autonomem Auto - BMW widerspricht sofort

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In Baden-Württemberg kommt es auf der B28 zu einem schweren Verkehrsunfall. Laut Polizei war ein autonom fahrendes Fahrzeug beteiligt - BMW widersprecht dem.

Update vom 16. August, 12.30 Uhr: Der in einen tödlichen Unfall bei Reutlingen verwickelte BMW war nach Angaben des Münchner Autokonzerns „kein autonom fahrendes Fahrzeug“. Das Unternehmen widersprach damit Angaben der Polizei, wonach es sich bei dem Unfallwagen „um ein Autonomes E-Testfahrzeug“ gehandelt habe. 

„Das Fahrzeug verfügt über Fahrerassistenzsysteme der Stufe 2, die heute bereits in Serienfahrzeugen verbaut sind und die Fahrerin und den Fahrer auf Wunsch unterstützen. Bei Level-2-Fahrzeugen bleibt die Fahrerin oder der Fahrer grundsätzlich immer in der Verantwortung“, teilte der Konzern am Dienstag (16. August) mit. Erst bei hochautomatisierten Fahrzeugen ab Level 3 darf der Fahrer das Fahren unter bestimmten Voraussetzungen vollständig an das Fahrzeug delegieren. BMW untersuche aktuell die genauen Umstände des Unfalls und stehe dabei im Austausch mit den Behörden. „Fest steht bereits: Das beteiligte BMW-Fahrzeug war kein autonom fahrendes Fahrzeug“, so BMW. 

Unfall auf B28
Rettungskräfte stehen am Unfallort auf der B28 vor den zerstörten Fahrzeugen. © Simon Adomat/VMD-Images/dpa

Unfall auf B28: Polizei spricht von autonomem Fahrzeug

Erstmeldung vom 16. August, 11.00 Uhr: Römerstein – Auf der B28 in Baden-Württemberg kam es am Montagnachmittag (15. August) zu einem schweren Unfall mit einem Toten und neun Schwerverletzten. Laut Polizeiangaben war ein autonomes E-Testfahrzeug der Marke BMW an dem Unfall direkt beteiligt. Ob das Fahrzeug von seinem 43 Jahre alten Fahrer gelenkt wurde oder nicht, sei noch unbekannt und werde aktuell untersucht. Dies teilte ein Sprecher der Polizei am Dienstag (16. August) mit. Die Unfallursache ist den Angaben nach weiter unklar.

Der 43-jährige Fahrer des BMW-Testfahrzeugs war am Montagnachmittag bei Römerstein (Kreis Reutlingen) unterwegs. In einer Kurve kam das Auto aus bislang unklaren Gründen auf die Gegenfahrbahn und streifte dort ein entgegenkommendes Auto. Dieses geriet in der Folge auf die Gegenfahrspur und stieß frontal mit einem Auto eines 32-Jährigen zusammen. Das Auto des Mannes kam von der Fahrbahn ab und begann sofort zu brennen. 

Schwerer Unfall auf B28: Auto gerät auf Gegenspur – ein Mann stirbt

Im weiteren Verlauf stieß der E-Testwagen zudem frontal in ein weiteres Auto. Der 32 Jahre alte Fahrer dieses Wagens erlitt dabei tödliche Verletzungen. Im Auto des 43-jährigen BMW-Fahrers befanden sich laut Polizei noch zwei Männer im Alter von 31 und 47 Jahren, sowie eine 42-Jährige und ein eineinhalb Jahre altes Kind. Sie wurden wie die Fahrer und Beifahrer der anderen im Unfall verwickelten Fahrzeuge schwer verletzt. Alle Unfallbeteiligten wurden in Krankenhäuser gebracht.

Die Verkehrspolizei Tübingen hat zusammen mit einem Sachverständigen Ermittlungen aufgenommen. Der Rettungsdienst war unter anderen mit vier Rettungshubschraubern und zehn Rettungswagen vor Ort. Zudem rückten 80 Feuerwehrleute mit 15 Einsatzfahrzeugen aus. Die Bundesstraße 28 war infolge des Unfalls für mehrere Stunden voll gesperrt. Die Polizei schätzt den Schaden an den beteiligten Fahrzeugen auf rund 180.000 Euro. (at/dpa)

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