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Stuttgarter Spiele: VfB hofft Antwort gegen Arminia

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Marc Oliver Kempf
Stuttgarts Marc Oliver Kempf jubelt nach seinem Treffer. © Tom Weller/dpa/Archivbild

Nach der Klatsche von Augsburg erwartet der VfB Stuttgart den nächsten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Die Personallage bleibt angespannt, Trainer Matarazzo zumindest äußerlich noch ruhig.

Stuttgart - Mit Schlüsselspielen war das beim VfB Stuttgart in dieser Saison bislang so eine Sache. Gegen Greuther Fürth gelang den Schwaben am ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga Mitte August ein furioses 5:1. Beim VfL Bochum kamen sie Ende September hingegen nicht über ein 0:0 hinaus. Und beim FC Augsburg kassierten sie vergangenen Sonntag sogar eine 1:4-Klatsche. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) kommt nun der nächste Gegner, der zu den Hauptkonkurrenten des VfB im Kampf um den Klassenverbleib gehört: Arminia Bielefeld.

Die Ostwestfalen sind in der Liga in dieser Spielzeit noch sieglos. Wollen die Stuttgarter vor der darauffolgenden Länderspielpause nicht vollends mit unten reingezogen werden, sollten sie schauen, dass das so bleibt. VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo weiß, dass sein Team in Augsburg die Chance verpasst hat, ein Polster auf die Abstiegsränge aufzubauen. Und nichts würde ihn wohl mehr ärgern, sollte es gegen Bielefeld auch die nächste Gelegenheit dazu verstreichen lassen.

Überhöhen will der Stuttgarter Coach die Bedeutung des Duells mit dem Tabellen-17. aber nicht - zumindest nicht öffentlich. „Es geht um drei Punkte gegen einen Gegner, der eine ähnliche Zielsetzung hat wie wir“, sagte er am Freitag. Es sei wichtig, „schlagkräftig zu sein, diszipliniert zu agieren und mit viel Energie auf dem Platz stehen.“ Sicher sei es „ein wichtiges Spiel“, betonte Matarazzo. Aber: „Jedes Spiel hat seine Berechtigung, ein sehr wichtiges Spiel zu sein.“

Vermutlich will der 43-Jährige mit derlei Aussagen ein bisschen Druck von den Spielern nehmen. Grundsätzlich gingen diese mit der aktuellen Situation gut um, sagte Matarazzo. Dass sie von den vergangenen zehn Pflichtpartien gerade mal eine gewonnen haben und demnach nicht vor Selbstvertrauen strotzen, ist ihm bewusst. Ihre Einstellung, über die es zuletzt Diskussion gegeben hatte, stellt er aber nicht infrage.

„Ich glaube nicht, dass wir Mentalität vermissen lassen haben“, sagte Matarazzo über die Niederlage in Augsburg. Nach der 1:0-Führung habe die Mannschaft jedoch nicht genug auf das 2:0 gedrängt und sich „in der zweiten Halbzeit zu wenig gewehrt“. Man habe diese Woche weiter am Thema „Verantwortung“ gearbeitet - daran, dass „jeder Einzelne das Gefühl hat, die Null zu halten, aber auch jeder Einzelne das Gefühl hat, ein Tor schießen zu wollen. Nicht zu hoffen, dass jemand anderes den Kopfball klärt bei der Ecke, sondern jeder zum Ball hingeht.“

Neben der sportlichen bleibt allerdings auch die personelle Lage beim VfB angespannt. Die Hoffnungen, dass Verteidiger Marc Oliver Kempf (Oberschenkelverletzung) schon gegen Bielefeld wieder dabei sein könnte, haben sich zerschlagen. Auch Konstantinos Mavropanos (Muskelfaserriss im Beckenbereich), Chris Führich (Teil-Innenbandriss im Sprunggelenk) und Omar Marmoush fallen weiter aus. Der Einsatz von Stammtorhüter Florian Müller, der die vergangenen Pflichtspiele infolge einer Corona-Infektion verpasst hat und noch nicht zu 100 Prozent auf der Höhe ist, ist noch offen.

„Manchmal sage ich schon zu mir selbst: Das ist Wahnsinn“, sagte Matarazzo über die Verletztenmisere, die den VfB schon die ganze Saison begleitet. „Aber das ist relativ schnell aus dem Kopf. Mein Fokus liegt auf den Spielern, die da sind.“ Und dem nächsten Schlüsselspiel auf dem derzeit so schwierigen Weg der Schwaben. dpa

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