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Jogi Löw gibt dem VfB Stuttgart einen Korb

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Von: Niklas Noack

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Jogi Löw steuert die Geschäftsstelle des VfB Stuttgart an.
Jogi Löw steuert die Geschäftsstelle des VfB Stuttgart an. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

Ex-Bundestrainer Jogi Löw ist beim VfB Stuttgart als Berater im Gespräch gewesen. Doch die Schwaben müssen sich mit Philipp Lahm und Sami Khedira zufriedengeben.

Stuttgart - Gewohnt lässig, sogar mit einer gewissen Coolness, betrat Jogi Löw Ende August die Geschäftsstelle des VfB Stuttgart. Und blieb dabei, trotz einer Sonnenbrille, nicht unerkannt: Ein paar Fans, die aufs öffentliche Training der Profis warteten, erblickten den ehemaligen Bundestrainer und ergatterten das ein oder andere Selfie sowie Autogramm.

Doch was hatte der deutsche Weltmeister-Coach - wenige Tage vor der Mitgliederversammlung - beim VfB zu suchen? Vermutlich traf er sich mit dem Stuttgarter Vorstandsboss Alexander Wehrle. Denn der VfB wollte Löw als Berater verpflichten, wie die Bild berichtet. Löw soll den Schwaben allerdings einen Korb gegeben haben, da er sich nach der Ära bei der Deutschen Nationalmannschaft offenbar weiterhin eher als Trainer sieht.

VfB Stuttgart: Jogi Löw hat eine glorreiche Vergangenheit bei den Schwaben

Löw hat eine VfB-Vergangenheit. Er trug als Spieler das Trikot mit dem Brustring und holte 1997 als Coach den DFB-Pokal an den Neckar. In Anbetracht dieser Erfolge und der VfB-Verwurzelung wäre eine Verpflichtung Löws ein wahrhaftiger Coup gewesen. Aber immerhin stellte der Vorstandsvorsitzende Wehrle bei der Mitgliederversammlung zwei andere VfB-Berater mit klangvollem Namen vor: Philipp Lahm und Sami Khedira.

VfB-Boss Wehrle sorgte mit Gentner-Verpflichtung für Ärger

Zudem Ex-Profi Christian Gentner, der als Leiter der Lizenzspielerabteilung das Team um Sportdirektor Sven Mislintat verstärkt, was wiederum einige Fans mächtig verärgerte. Vor allem, dass Mislintat von Gentner nichts wusste, wurde als Affront gegen ihn bewertet.

Während sich Lahm distanziert gibt und klarmachte, hauptsächlich mit VfB-Chef Wehrle kommunizieren zu wollen, ist Khedira in Stuttgart längst präsent. Der Meisterspieler von 2007 beobachtet viele Trainingseinheiten und war beim Testspiel gegen Grasshopper Zürich vor Ort. Khedira steht zudem im engen Austausch mit Sportdirektor Mislintat und Coach Matarazzo.

Mit Khedira, aber auch mit Lahm, hat Wehrle zumindest von den Namen her klangvolle Alternativen zu Löw gefunden.

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